Gestiegenes Interesse

Mehr Bewerber fürs Landarztstipendium in Brandenburg

Die Zahl der Bewerber fürs Landarztstipendium in Brandenburg steigt. Im Wintersemester hatten bereits 34 junge Mediziner den Zuschlag erhalten.

Veröffentlicht: 12.03.2020, 10:05 Uhr

Potsdam. Für das Sommersemester 2020 haben sich bis Mitte Februar bereits 49 Medizinstudierende um das Brandenburger Landärztestipendium beworben. Das teilte das Potsdamer Gesundheitsministerium in der Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der AfD-Landtagsfraktion mit, die dieser Zeitung vorliegt.

Zum Start des Wintersemesters 2019/2020 hatte das Land 34 Stipendien in Höhe von monatlich 1000 Euro und sechs Co-Stipendien von bis zu 500 Euro vergeben.

Mindestens fünf Jahre auf dem Land

In Brandenburg erhalten Medizinstudenten, die sich zu einer mindestens fünfjährigen Tätigkeit im ländlichen Raum des Bundeslandes verpflichten, ein monatliches Stipendium in Höhe von 1000 Euro, das längstens für 75 Monate, also eine Studienzeit von sechs Jahren und drei Monaten gezahlt wird.

Wer bereits von einer Kommune oder einem Krankenhausträger gefördert wird, kann mit 500 Euro pro Monat vom Land unterstützt werden. Um derartige Stipendien hat sich in der aktuellen Ausschreibung bislang niemand beworben.

5760 Euro/ Monat für AiW

Zudem erhalten niedergelassene Ärzte bis zu 5760 Euro im Monat für die Anstellung eines Arztes in Weiterbildung (AiW). Der Antwort des Ministeriums zufolge hat es bislang zwei Anträge für Zuschüsse zur Facharztweiterbildung aus dem Bereich der Kinder- und Jugendmedizin und einen Antrag aus der Augenheilkunde gegeben.

Neben dem Programm des Landes und der Kassenärztlichen Vereinigung gibt es in Brandenburg noch weitere, regionale Stipendienprogramme. So fördert der in den Kreisen Uckermark und Barnim tätige Krankenhausträger „Gesellschaft für Leben und Gesundheit“ (GLG) mit einem eigenen Programm derzeit 12 Stipendiaten.

Seit 2006 konnten dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums 32 Absolventen „für eine Mitarbeit im Unternehmen“ gewonnen werden. Von insgesamt 61 Stipendiaten hätten nur sieben ihr Stipendium zurückgezahlt, um sich von der Verpflichtung einer ärztlichen Tätigkeit bei der „Gesellschaft für Leben und Gesundheit“ zu entbinden. (lass)

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