Direkt zum Inhaltsbereich

Bremen

Mehr Studenten psychisch erkrankt

Ein TK-Report zeigt: Jeder fünfte Student der Hansestadt erhielt 2013 eine psychische Diagnose.

Veröffentlicht:

BREMEN. Bremer Studierende sind zwar gesünder als ihre Altersgenossen in der Stadt, die einer Erwerbsarbeit nachgehen.

Aber die psychischen Erkrankungen nehmen bei ihnen zu. "Insgesamt erhielten 22,1 Prozent der Bremer Studierenden, also mehr als jeder Fünfte, 2013 eine psychische Diagnose", so das Ergebnis des aktuell veröffentlichten Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) in Bremen.

Zwischen 2006 und 2014 hatten sich die Einnahmen von Medikamenten bei den Bremer Studierenden um 95 Prozent von 42,5 Tagesdosen im Jahr 2006 auf 82,7 Tagesdosen im letzten Jahr fast verdoppelt, so die TK an der Weser.

"Die Verordnungsrate von Antidepressiva erklärt den wesentlichen Teil des Anstiegs der Tagesdosen. Bei den Studenten erhöhte sich der Anteil der Antidepressiva-Verordnungen von 2006 bis 2013 um 48 Prozent", hieß es.

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergab, dass jeder zweite befragte Studierende in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durch Stress erschöpft sei.

38 Prozent leiden unter Schlafstörung und 24 Prozent unter Konzentrationsschwierigkeiten. Belastungsfaktoren sind Angst vor der Prüfung, schlechte Noten und finanzielle Sorgen, so die TK. 

"Die Umfrage ergab auch, dass jeder Zweite der Bremer Studenten schon einmal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen musste, da sie den Stress nicht selbst bewältigen konnten", erklärt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung in Bremen. "Es ist beunruhigend, dass der Druck bei so vielen Studenten ein Ausmaß annimmt, dass sie ihn nicht allein bewältigen können."

Drei von zehn Studentinnen in Deutschland wird mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose gestellt, bei den männlichen Studierenden sind "lediglich" 15 Prozent betroffen. Auch diese Zahlen werden im Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse genannt. (cben)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Modell gegen den Ärztemangel

KV Sachsen eröffnet dermatologische Eigenpraxis

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren