Millionenbetrug? Zwei Pflegedienste unter Verdacht

KÖLN (dpa). Verantwortliche von zwei ambulanten Pflegediensten in Köln sollen Sozialkassen um Millionen betrogen haben. Dazu sollen sie in großem Stil nicht erbrachte Pflegeleistungen abgerechnet haben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag mit.

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Am Morgen durchsuchten Fahnder sieben Wohnungen und Geschäftsräume eines Pflegedienstes in Köln, Bochum und Berlin. Sie stellten umfangreiches Datenmaterial und Unterlagen sicher.

Die Leiterin, eine Führungskraft und eine Angestellte der Kölner Niederlassung stehen im Verdacht, seit Jahren systematisch und in großem Stil Pflegepläne und Nachweise über Leistungen an Patienten gefälscht zu haben.

Sie sollen Angestellte dazu gebracht haben, erfundene Arbeitsnachweise und Tourenpläne zu quittieren. Die gefälschten Belege rechneten sie dann bei Kranken- und Pflegekassen ab. Dadurch sei ein Schaden im mindestens sechsstelligen Eurobereich entstanden.

Die Kölner Niederlassung des Pflegedienstes mit Sitz in Berlin betreut nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 100 Patienten. Die Ermittlungen laufen seit vergangenem Oktober. Sie kamen ins Rollen, weil Angestellte Anzeige erstatteten.

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