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Prävention

„Mit Blick auf Herz und Niere“: Diabetes-Komorbiditäten im Fokus

Mit der internationalen Initiative „Guardians for Health“ wollen Ärzte den fachlichen Blick auf die Komorbiditäten von Diabetes Typ 2 lenken. Sie sprechen sich auch für ein Diabetes-Screenings aus.

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:
Das Bewusstsein, dass Diabetes Typ 2 häufig mit der Koronaren Herzerkrankung, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz einhergehe, ist laut der Initiatoren von „Guardians for Health“ zu wenig ausgeprägt.

Das Bewusstsein, dass Diabetes Typ 2 häufig mit der Koronaren Herzerkrankung, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz einhergehe, ist laut der Initiatoren von „Guardians for Health“ zu wenig ausgeprägt.

© Chinnapong / stock.adobe.com

Berlin. Mit der in dieser Woche gestarteten Initiative „Guardians for Health“ wollen Ärzte in mehreren Ländern der Welt den fachlichen Blick auf die Komorbiditäten von Diabetes Typ 2 lenken.

Das Bewusstsein, dass Diabetes Typ 2 häufig mit der Koronaren Herzerkrankung, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz einhergehe, ist wenig ausgeprägt. In Deutschland nennt sich die Initiative daher „Diabetes – mit Blick auf Herz und Niere“. Eine alternde Gesellschaft wie die deutsche stelle die Gesundheitsversorgung vor Herausforderungen. Ein „Diabetes-Tsunami“ stehe dabei ganz oben auf der Liste, sagte der Schirmherr der Initiative Bundespräsident a.d. Joachim Gauck bei der Auftaktveranstaltung. Einen „positiven Lebensstil“ zu pflegen werde immer mehr von einer persönlichen zur gesellschaftlichen Entscheidung.

Die Initiative wurde am Montag auch in Malaysia, Kanada, Thailand, den USA und dem Vereinigten Königreich begonnen. Wichtig sei das darin enthaltene Element der Aufklärung, betonte der Vorsitzende der Unternehmensleitung Hubertus von Baumbach für den Initiator Boehringer-Ingelheim.

Allein in Deutschland leiden 13 Millionen Menschen an Prädiabetes

Und das fehlt nach Ansicht von Fachleuten in der Wahrnehmung der Chancen von Prävention. 13 Millionen Menschen alleine in Deutschland litten an Prädiabetes. Sie liefen Gefahr, schon Begleiterkrankungen auszubilden, bevor sich der Diabetes selbst manifestiert habe, hieß es bei der Auftaktveranstaltung.

Notwendig sei daher eine Verzahnung der fachärztlichen Hausarztmedizin mit Nephrologie und Kardiologie, selbst Diabetes-Screenings müssten in Betracht gezogen werden. Es gebe allerdings noch Barrieren. Partizipative Entscheidungsfindung sei in Deutschland kein „gelerntes Format“. Außer der Bildung von interdisziplinären Netzwerken setzt die Initiative auf eine Aufwertung der Leitlinienarbeit und Qualitätssicherung mit einer Aufklärung, die den Schwerpunkt auf kardiorenalen Schutz legt.

Eine wichtige Rolle messen die Experten den DMP zu. Sie verringerten Risiken der Erkrankung. Es gebe allerdings zu wenige Teilnehmer.

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