Schleswig-Holstein

Mit Kooperation Kapazitäten für COVID-19-Patienten erhöht

Klinikträger im Norden kooperieren: COVID-19-Patienten werden in zwei Häusern versorgt, drei Häuser kümmern sich um nicht-infektiöse Patienten.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:
Zusammenhalt in der Coronakrise: Im Norden stimmen drei Klinikträger mit fünf Standorten ihre Intensivversorgung ab.

Zusammenhalt in der Coronakrise: Im Norden stimmen drei Klinikträger mit fünf Standorten ihre Intensivversorgung ab.

© Stefan Rajewski / stock.adobe.com

Heide. Um die Kapazität für infektiöse Intensivpatienten zu erhöhen, stimmen sich drei Krankenhausträger mit zusammen fünf Standorten an der schleswig-holsteinischen Westküste ab. Die Zusammenarbeit der drei Klinikträger ist bemerkenswert, weil die Standorte in drei Landkreisen, die jeweils Träger der Kliniken sind, liegen.

Das Klinikum Itzehoe, das Klinikum Nordfriesland (mit den Standorten Husum und Niebüll) und die Westküstenkliniken (WKK, mit den Standorten Heide und Brunsbüttel) organisieren die gemeinsame Versorgungsstruktur.

Auf Zuspitzung der Lage vorbereitet

Die stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten wird auf die Schwerpunktkrankenhäuser in Itzehoe und Heide konzentriert, während das Klinikum Nordfriesland mit den Häusern in Niebüll und Husum sowie der WKK-Standort in Brunsbüttel dafür nicht zur Verfügung stehen. Bei einer möglichen Zuspitzung der Lage sollen diese drei Standorte die Grund- und Regelversorgung sowie die intensivmedizinische Behandlung nicht-infektiöser Patienten an der Westküste sicherstellen.

Wie stark schränkt der Ausfall von MitarbeiterInnen derzeit ihre Arbeit in der Praxis ein?

Begründet wird die Abstimmung mit der hohen Anzahl von Beatmungsplätzen in Itzehoe und Heide. Beide Häuser schaffen gerade speziell abgetrennte Versorgungsbereiche für die stationäre Behandlung von Corona-Patienten. Allein in Heide werden ab der kommenden Woche 72 Betten ausschließlich für Corona-Patienten zur Verfügung stehen.

Geriatrie-Patienten müssen umziehen

Untergebracht werden sie in einem alleinstehenden Gebäude, in dem bislang die Patienten der Klinik für Frührehabilitation und Geriatrie untergebracht sind. Die geriatrischen Patienten sollen nach Brunsbüttel verlegt oder bis Ende der Woche nach Hause entlassen werden.

Ein ebenfalls im Gebäude befindliches Therapiezentrum wird geschlossen. In deren Räumen errichtet die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) eine Infektionsambulanz.

Patientenströme übers Telefon leiten

Das WKK weist aber darauf hin, dass für den Besuch der Ambulanz eine telefonische Anmeldung erforderlich ist. „Auf diese Weise können wir die Patientenströme trennen und helfen, einen Eintrag des Virus in andere Bereiche der Westküstenkliniken nach Möglichkeit zu verhindern“, sagte der Medizinische Geschäftsführer der Westküstenkliniken, Dr. Martin Blümke.

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