Patientenversorgung

Mit Qualitätsindikatoren Sepsis schneller entdecken

Jedes Jahr gibt es bundesweit rund 320 .000 Fälle von Sepsis. Damit diese schneller erkannt werden, soll das IQTiG nun ein Qualitätssicherungsverfahren entwickeln.

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Berlin. Die Krankenhausmortalitätsrate bei Sepsis in Deutschland liege bei etwa 26 Prozent. Betrachte man nur die Fälle schwerer Sepsis, erreiche sie über 46 Prozent, so der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA).

Um die Mortalitätsrate dauerhaft zu senken, aber auch die langfristigen Folgeschäden einer Sepsis für die Betroffenen zu reduzieren, hat der Ausschuss nun das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) damit beauftragt, ein Qualitätssicherungsverfahren zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis zu entwickeln.

Höheres Risiko für Folgeschäden

Immerhin seien bundesweit jährlich 320 .000 Patienten von einer Sepsis betroffen. Dabei gehe mit einer Sepsisdiagnose nicht nur ein erhöhtes Mortalitätsrisiko einher, schreibt der GBA in seinem zugehörigen Beschluss vom Donnerstag, Sepsisüberlebende hätten im Vergleich zur Normalbevölkerung auch ein ums 3,3-fach erhöhte Risiko, unter Einschränkungen im alltäglichen Leben zu leiden.

Das IGTiG soll nun Qualitätsindikatoren und zugehörige Erfassungsinstrumente entwickeln, die helfen, die Awareness für die Sepsis zu erhöhen. Sie sollen für den stationären Bereich und Notaufnahmen sowie Rettungsstellen gelten.

Dabei soll zum einen auf die Sozialdaten der Krankenkassen, aber eben auch auf die Fall- und einrichtungsbezogene Qualitätssicherungs-Dokumentation bei den Leistungserbringern zurückgegriffen werden.

Allerdings wird mit dem fertigen Qualitätssicherungsverfahren frühestens 2023 zu rechnen sein. (reh)

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