SARS-CoV-2

Mobile Arztpraxis soll Ärzte in Heinsberg entlasten

Im vom Coronavirus am stärksten betroffenen Kreis Heinsberg warnen Ärzte vor einem Kollaps der Versorgung. Jetzt bekommen sie Unterstützung.

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Düsseldorf. Für Patienten im stark vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gibt es eine neue Anlaufstelle zur Abklärung einer möglichen Infektion.

Die KV Nordrhein (KVNo) betreibt in Erkelenz eine mobile Arztpraxis als Eigeneinrichtung. Sie sei in enger Zusammenarbeit mit dem Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz und mit Unterstützung des Landkreises entstanden, so die KVNo.

Die mobile Praxis besteht aus zwei Behandlungszimmern und einem Aufenthaltsraum und steht sieben Tage die Woche von 8 Uhr bis 18 Uhr zur Verfügung.

Patienten können dort eingeschätzt, untersucht und behandelt werden. Die Mitarbeiter machen Rachenabstriche, die über das Gesundheitsamt in ein Labor geschickt und dort geprüft werden.

In der Praxis stehen nach Angaben der KV ein Arzt sowie medizinisches Fachpersonal zur Verfügung. Sie werden „zumindest im ersten Monat“ von KV und Klinik gestellt.

Die neue Einrichtung sei notwendig, um die ambulante und stationäre Versorgung im Kreis aufrechtzuerhalten, betonte Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses. „Dieses Projekt ist eine gelebte und effiziente Kooperation der verschiedenen Versorgungsstrukturen.“

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