Innovationspreis
Mobile Augenpraxis, Satellitenpraxis und Akutversorgung: Zi zeichnet Leuchtturm-Initiativen aus
Drei „Leuchtturm“-Projekte aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung ausgezeichnet. Der Innovationspreis 2026 ging an eine mobile Augenpraxis, eine digitale Versorgungsplattform sowie zwei Pädiater.
Veröffentlicht:Berlin. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat drei Initiativen aus der ambulanten Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2026“ prämiert. Der Innovationspreis ging am Mittwoch an:
MUBE (Sachsen)
Die Mobile Untersuchungs- und Behandlungseinheit (MUBE) – augenmedizinische Versorgung im ländlichen Raum der KV Sachsen. Sie belegte in der Rubrik Versorgung digital den ersten Platz.
Die MUBE ist eine mobile Augenpraxis zur Versorgung ländlicher Regionen. In einem speziell ausgestatteten Container ermöglicht sie wohnortnahe Routineuntersuchungen und reduziert damit Anfahrtswege sowie Wartezeiten. Speziell geschultes nichtärztliches Personal führt vor Ort notwendige Untersuchungen mit bildgebender Diagnostik durch. Diese werden anschließend per Videosprechstunde ärztlich ausgewertet.
In Zusammenarbeit mit den umliegenden Augenkliniken würden ärztliche Ressourcen effizient genutzt und Akutpatientinnen und -patienten bei Bedarf gezielt weiterbehandelt, so das Zi in einer Mitteilung.
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docdirekt (Baden-Württemberg)
docdirekt – die digitale Versorgungsplattform der KV Baden-Württemberg. Sie kam auf den ersten Platz in der Session Versorgung akut.
Seit November 2025 ermöglicht docdirekt einen 24/7-Zugang zum Patientenservice 116117 und vernetzt alle Akteure der Akutfallversorgung. Durch die Integration des 116117-Terminservice werde eine nahtlose hybride Versorgung gewährleistet – inklusive schneller Weitervermittlung in die Präsenzbehandlung einer Vertragsarzt- oder Bereitschaftsdienstpraxis. Die Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch die Integration von eFunktionalitäten wie Abrechnung, Dokumentation und TI-Fachdiensten.
Satellitenpraxis (Brandenburg)
Satellitenpraxis von Kinderärzten der KV Brandenburg: Sie gewann in der Sparte Versorgung vernetzt.
Die Pädiater Dr. Anna Kieslich und Dr. Matthias Fröhlich haben in Gransee eine Satellitenpraxis für Kinder- und Jugendmedizin eröffnet und stärken damit die ambulante Versorgung im Nordwesten Oberhavels. Ergänzend zur Hauptpraxis in Hohen Neuendorf schließen sie gezielt eine Versorgungslücke, so das Zi. Das Angebot umfasst neben der regulären kinderärztlichen Betreuung auch präventive Beratung mit telemedizinischer Anbindung sowie den Aufbau eines multidisziplinären Netzwerks für eine umfassende medizinische und sozialpädiatrische Versorgung. (eb)











