Kommentar – Pflege-Qualität

Nicht nur schlecht reden!

Von Helmut LaschetHelmut Laschet Veröffentlicht:

Der 5. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes vermittelt ein differenziertes Bild über Anstrengungen, Erfolge und Misserfolge, eine gute Pflegeversorgung sicherzustellen. Skandalisierende Pauschalurteile sind deshalb fehl am Platz – wer die Pflege schlechtredet, wird unbestritten existierende Probleme eher verschärfen als einen Beitrag zu ihrer Lösung zu leisten.

Diese Probleme sind, das wurde am 1. Februar bei der Präsentation des Qualitätsberichts erkennbar, auch im Bewusstsein der Kranken- und Pflegekassen angekommen. Dabei wird anerkannt, dass die Pflege nicht nur mit einem schieren Mengenproblem einer alternden Gesellschaft konfrontiert ist, sondern vor allem in den Heimen mit einem zunehmenden Anteil multimorbider und als Folge von Demenz auch hochgradig betreuungsbedürftiger alter Menschen.

Die Aufgabe, hierfür in Zahl und Qualifikationsstruktur angemessene Personalressourcen erstens zu definieren, sie zweitens auszubilden und anschließend auch mit angemessenen Arbeitsbedingungen bei Stange zu halten, ist hoch komplex und nicht einfach politisch per Gesetz zu verordnen. Sofortprogramme können da nur begrenzte Wirkung haben.

Lesen Sie dazu auch: Bericht: Pflegequalität teils besser – wachsende Morbiditätslast

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