Gesundheitspolitik international

Nordkorea: Nahrungsmittel werden knapp

Ein UN-Experte warnt vor Hungerkrankheiten in Nordkorea. Besonders Kinder, Frauen und ältere Menschen seien gefährdet.

Veröffentlicht: 12.03.2012, 15:08 Uhr

GENF (dpa). In Nordkorea leiden nach UN-Angaben Millionen Menschen unter Nahrungsmittelknappheit.

Besonders bei Kindern, Frauen und älteren Menschen seien "ernste gesundheitliche Probleme" zu befürchten, erklärte der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in Nordkorea, Marzuki Darusman, in Genf.

Etwa sechs Millionen Menschen seien vor einem Jahr in dem abgeschlossenen Land von chronischem Nahrungsmittelmangel betroffen gewesen. Die Ursachen dafür - unter anderem schlechte Witterungsbedingungen, Unterentwicklung und strukturelle Probleme - würden auch 2012 weiter bestehen.

Der UN-Beauftragte plädierte vor dem in Genf tagenden UN-Menschenrechtsrat für mehr humanitäre Hilfe.

Internationale Gemeinschaft soll helfen

Es sei zwar in erster Linie Aufgabe jeden Staates, selbst dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung sich ernähren könne. Aber in Notsituationen müsse die internationale Gemeinschaft Hilfe leisten.

Darusman appellierte an Nordkorea, dem UN-Beauftragten für Ernährung die Einreise zu gewähren, so dass dieser Vorschläge für die Steigerung der Lebensmittelproduktion erarbeiten könne.

Die USA und Nordkorea haben am 7. März in Peking Gespräche über amerikanische Nahrungsmittelhilfe aufgenommen. Zuvor hatte die Regierung in Pjöngjang zugesagt, alle Atom- und Raketentests sowie der Urananreicherung auszusetzen.

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