Direkt zum Inhaltsbereich

Nur sehr selten Regresse in Bayern

Weniger als ein Prozent der Ärzte in Bayern wird pro Quartal wegen zu hoher Arzneimittelverordnungen in Regress genommen.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (sto). Nach einer Analyse der Techniker Krankenkasse in Bayern mussten für die Verordnungen des Jahres 2009 zwischen 74 und 93 Ärzte pro Quartal Rückzahlungen leisten, weil sie Medikamente unwirtschaftlich verordnet hatten. Das seien bei rund 24.000 Vertragsärzten zwischen 0,3 und 0,4 Prozent.

Die Gefahr, wegen zu hoher Arzneimittelkosten einen Regress zahlen zu müssen, werde häufig dramatisiert, kommentierte Georg Engelhard von der TK-Landesvertretung Bayern.

Regresse würden auch nicht von den Krankenkassen ausgesprochen. Vorgenommen werde die Wirtschaftlichkeitsprüfung vielmehr von der Prüfungsstelle Ärzte Bayern, einer unparteiischen Einrichtung, die je zur Hälfte von der KV und den Kassen getragen wird.

Regresshöhe bis zu hohen sechsstelligen Beträgen

Zum Regress komme es erst dann, wenn unter Berücksichtigung der Praxisbesonderheiten der Durchschnittswert um mehr als 25 Prozent überschritten wird. Die Regresshöhe reiche "von niedrigen dreistelligen bis zu hohen sechsstelligen Beträgen", so Engelhard.

Auch wenn die Zahl der regressierten Ärzte sehr gering sei, dürfe auf die Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht verzichtet werden. Seit 2009 ist in Bayern keine Richtgrößenvereinbarung mehr zustande gekommen, so dass seitdem die quartalsweise Richtgrößenprüfung nach Durchschnittswerten vorgenommen wird.

Dabei werden in jedem Quartal die Durchschnittskosten in den einzelnen Arztgruppen ermittelt.

Die Verordnungen des Arztes werden dann mit den tatsächlichen durchschnittlichen Arzneimittelausgaben seiner Fachgruppe verglichen. Derzeit untersucht die Prüfungsstelle Ärzte Bayern das Jahr 2010.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

DAK-Chef Storm zu stabilen GKV-Beiträgen: Spargesetz ist auf Kante genäht

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps für die Therapie

Was gegen Warzen wirklich hilft

Lesetipps
Zwei Hände tippen auf einem PC.

© Monkey Business / stock.adobe.com

Bewertungsportale

Wie Praxen am besten auf schlechte Online-Bewertungen reagieren