Organspende

Organspende: Nordost-Kliniken wollen fragen lassen

Die Bereitschaft zur Organspende in Mecklenburg-Vorpommern ist hoch. Jetzt positionieren sich die Krankenhäuser - und wollen die Bürger befragen lassen.

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SCHWERIN (di). Die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern erwarten eine deutliche Steigerung der Organspenden, wenn jeder Erwachsene ein Mal in seinem Leben verbindlich mit der Frage konfrontiert wird, ob er im Falle seines Todes zu einer Organspende bereit ist.

"Jeder erwachsene Mensch sollte sich nachweisbar für oder eventuell auch gegen die Organspende entscheiden. Er sichert damit nicht nur, dass sein eigener Wille durchgesetzt wird, sondern entlastet auch Angehörige und Ärzte, die im Fall des Falles mit einer solchen Entscheidung zusätzlich belastet würden", sagte Wolfgang Gagzow.

Zuversichtlich, dass die Spenden steigen

Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) ist im übrigen sehr zuversichtlich, dass über diesen Weg die Zahl der Organspenden erhöht werden kann.

Derzeit werden in Deutschland 4000 Organe pro Jahr gespendet, auf der Warteliste stehen allerdings weiter 12 000 Menschen. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bereitschaft zur Organspende traditionell hoch.

Quote liegt über dem Bundesschnitt

Mit 20 Spendern pro eine Million Einwohner liegt sie mit 25 Prozent sehr deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Gagzow führt dies auch auf eine intensive Kommunikation zwischen den Krankenhäusern, ihren transplantationsbeauftragten Ärzten und den Transplantationszentren im Land zurück.

"Wir haben kurze, schnelle und vertrauensvolle Kommunikationswege in Mecklenburg-Vorpommern", stellt er klar. "Das erhöht gerade auf diesem sehr sensiblen Gebiet unser Leistungspotenzial enorm", so Gagzow weiter.

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