Berufspolitik

PID: Montgomery will Angebot an Zentren begrenzen

An den geplanten Zentren für Embryonen-Gentests scheiden sich in Berlin derzeit die Geister.

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BERLIN (dpa). Die im Zuge der Präimplantationsdiagnostik (PID) geplanten Zentren für Embryonen-Gentests sorgen für viel Diskussionen bei Ärzten, Gesundheitspolitikern und in der katholische Kirche.

So plädiert der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, für eine Begrenzung auf wenige Zentren. Die Genchecks an Embryonen sollten nicht in allen reproduktionsmedizinischen Zentren in Deutschland angeboten werden, forderte er. Es gebe mehr als 130 solcher Zentren. Doch die PID komme nur für 150 bis 200 Paare in Deutschland in Betracht.

Der Bundestag hatte entschieden, dass Paare Embryonen nach einer künstlichen Befruchtung künftig auf Gendefekte testen lassen dürfen. Näheres zum Ablauf muss erst noch geregelt werden. Montgomery forderte, bei der Beratung müssten die Frauen genau erfahren, was sie erwartet.

Die Bundesregierung drückt derweil aufs Tempo. "Für uns ist wichtig, dass es schnell geht", sagte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Flach (FDP). "Ich rechne aber nicht vor Anfang kommenden Jahres mit der Bereitstellung der Angebote."

Flach ist Mitverfasserin des vom Bundestag beschlossenen Gesetzentwurfs für eine begrenzte Zulassung der Gentest an Embryonen aus dem Reagenzglas

Nach der Zulassung der PID will die katholische Kirche indessen weiter für eine strenge Begrenzung eintreten. "Wir werden dafür kämpfen, dass es sich nicht ausweitet", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. "Aber das wird mühsam sein."

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