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Corona-Pandemie

Personal vor Traumata schützen

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat eine Handlungsempfehlung zum Umgang mit traumatischen Erlebnissen während der Pandemie erarbeitet. Denn: Mitarbeitersicherheit ist Patientensicherheit.

Veröffentlicht:

Berlin. Medizinisches Personal vor Traumatisierungen zu schützen ist Ziel einer Handlungsempfehlung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS).

„Die dramatischen Berichte aus dem Gesundheitssystem Italiens zeigen eindeutig: Die psychische Unterstützung aller Behandelnden ist jetzt essenziell, um die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten“, sagt Professor Reinhard Strametz von der Hochschule Rhein-Main. Er hat gemeinsam mit Forschern der Charité, des Wiener Krankenanstaltenverbundes und der Hochschule Mannheim die Handlungsempfehlungen erarbeitet.

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Strametz und das APS haben zwei Ansatzpunkte: Betroffene nach einem Vorfall unterstützen und die Resilienz des medizinischen Personals als präventive Maßnahme stärken. So empfiehlt das APS unter anderem:

  • Personen mit traumatisierenden Erfahrungen eine kurze Auszeit von der klinischen Tätigkeit anzubieten, auch bei Personalknappheit. Denn ein dauerhafter Ausfall sei die schlechtere Lösung.
  • Aktive, kollegiale Gesprächsangebote in regelmäßigen Abständen und nicht nur bei vermuteten Fehlern.
  • Grundsätzliche Bestätigung der fachlichen Kompetenz und Bestärkung des Selbstwertgefühls des Mitarbeiters.

Nach Expertenmeinungen würden früher oder später im Laufe ihres Berufslebens fast alle Ärzte oder Pflegekräfte einmal ein sogenanntes Zweites Opfer (Second Victim), durch belastende Umstände bei ihrer Arbeit.

„Mitarbeitersicherheit ist Patientensicherheit – und umgekehrt“, sagt die APS-Vorsitzende Ruth Hecker. Selbst langjährige Vorsitzende des Risikomanagements der Universitätsmedizin Essen. (chb)

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