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Personalisierte Medizin soll Behandlung verbessern

Die personalisierte Medizin soll helfen, das richtige Medikament für den richtigen Patienten zu finden. Damit sollen auch Kosten gespart werden.

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:
Das richtige Medikament in der richtigen Dosierung für den richtigen Patienten auszuwählen - das ist das Ziel. © photos.com

Das richtige Medikament in der richtigen Dosierung für den richtigen Patienten auszuwählen - das ist das Ziel. © photos.com

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BERLIN Jedes Jahr erkranken weltweit zwölf Millionen Menschen an Krebs. Diesen Patienten soll die personalisierte Medizin eine auf ihr Genprofil abgestimmte Behandlung ermöglichen. Nach Ansicht von Dr. Kai Richter, Mitglied der Geschäftsleitung des Pharmaunternehmens Astra Zeneca, ist die personalisierte Medizin ein wichtiger Baustein in der Behandlung onkologischer Erkrankungen. "Es ist zwar kein Megatrend, denn noch ist der Anteil der personalisierten Medizin in der Versorgung gering", sagte Richter anlässlich des Hauptstadtkongresses in Berlin. Bis 2020 erwarte der Konzern aber Wachstumsraten in der personalisierten Medizin von jährlich bis zu 37 Prozent.

Ziel sei es, durch eine frühe Diagnostik das richtige Medikament in der richtigen Dosierung für den richtigen Patienten auszuwählen. "Auf diese Weise wird sich das Gesundheitssystem stark verändern", so Richter. Dabei sei die personalisierte Medizin nicht als Ersatz zu den traditionellen Therapiemöglichkeiten wie der Chemotherapie gedacht, sondern vielmehr als eine wesentliche Ergänzung dazu. Durch die personalisierte Medizin habe man die Möglichkeit, eine höhere Effektivität durch zielgerichtete Behandlung zu erreichen. Und dies spare auch langfristig Kosten. Vor allem blieben aber den Patienten wirkungslose Behandlungsversuche und mögliche schwer wiegende Nebenwirkungen erspart.

Das Problem sei bisher, dass gute Arzneimittel an die falschen Patienten gegeben werden, betonte Dr. Thomas Schweins, stellvertretender Marketingchef des Diagnostikunternehmens Qiagen. Er kritisierte, dass vor allem die Pathologie bislang noch nicht gut genug ausgerüstet sei, die für die personalisierte Medizin erforderliche Diagnostik durchzuführen. Darüber hinaus müsste auch die Erstattungsfähigkeit der Diagnostik in der gesetzlichen Krankenversicherung geklärt werden.

Allerdings dürften nicht die Erwartungen und Forderungen der Patienten an die personalisierte Medizin vernachlässigt werden, forderte Dr. Fred-Holger Ludwig, Facharzt für Gynäkologie. "Die Ärzte sind eigentlich auf dem Weg zu einer entpersonalisierten Therapie", so Ludwig. Es ginge darum, den Patienten zu zeigen, man sei für sie da.

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