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Plenum entscheidet über "Heroin auf Krankenschein"

BERLIN (ble). Der Bundestag entscheidet heute über eine Aufnahme der Diamorphinbehandlung für Schwerstabhängige in die GKVRegelvesorgung.

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Damit erreicht ein jahrelanger Streit zwischen einem großen Teil der Unions-Bundestagsfraktion auf der einen und ihrem Koalitionspartner SPD, den CDU-geführten Bundesländern und der Bundestagsopposition auf der anderen Seite seinen Höhepunkt.

Grundlage ist eine Initiative von SPD-Parlamentariern, dem sich Politiker aller Oppositionsparteien angeschlossen haben. Er sieht vor, dass Abhängige unter strengen Voraussetzungen und ärtzlicher Beobachtung den synthetischen Heroinersatzstoff Diamorphin erhalten können: So müssen sie älter als 23 Jahre sein, seit mindestens fünf Jahren abhängig und bereits zwei erfolglose Entzugstherapien hinter sich haben. Nach Ansicht der rund 250 Unterstützer ist dies für diese Abhängigen der einzige Weg zurück in ein geregeltes Leben.

Die Union im Bundestag geht mit einem konkurrierenden Antrag in die Auseinandersetzung: Darin plädiert sie für die Verlängerung eines seit Jahren laufenden Modellprojekts in deutschen Großstädten, darunter Bonn, Frankfurt, Köln und München. Etwa 120 Unions-Abgeordnete unterstützen den Antrag.

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