Hamburg

Prüfer-Storcks warnt vor E-Zigaretten als Einstieg

Veröffentlicht: 05.09.2019, 11:55 Uhr

HAMBURG. Junge Frauen verlieren sich zunehmend im Internet, junge Männer spielen Stunden lang am Computer. E-Zigaretten und E-Shishas sind Wegbereiter für späteren Tabakkonsum. Diese Erkenntnisse werden durch Ergebnisse einer aktuellen Schülerbefragung in Hamburg untermauert.

Es gibt aber auch positive Erkenntnisse: Das exzessive „Binge Drinking“ geht stark zurück: 17 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, im letzten Monat mehr als fünf alkoholische Getränke bei einer Trinkgelegenheit konsumiert haben. Der Tabakkonsum stabilisiert sich bei beiden Geschlechtern auf niedrigem Niveau: Laut Studie haben innerhalb der letzten 30 Tage vor der Umfrage 21 Prozent der Jungen und 22 Prozent der Mädchen geraucht.

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) führt dies auf eine Kombination von Aufklärungsarbeit mit steuerungspolitischen Regelungen wie etwa Kaufbeschränkungen, Rauchverbote und Steuern zurück.

Sorgen bereitet ihr die steigende Beliebtheit von E-Zigaretten und E-Shishas. Laut Studie haben 42 Prozent der 1033 befragten Schüler zwischen 14 und 17 Jahren in Hamburg schon E-Zigaretten und E-Shishas genutzt. Zwei Drittel aus dieser Gruppe haben auch Zigaretten geraucht.

Auffällig ist, dass aus dieser Gruppe 75 Prozent zunächst die E-Varianten gewählt haben und anschließend auf Tabakkonsum umgestiegen sind und nur ein Viertel den umgekehrten Weg gewählt hat.

„Diese Ergebnisse weisen ganz offensichtlich darauf hin, dass die E-Produkte – zumindest für die Jugendlichen – eher eine Wegbereiterfunktion für den späteren Zigarettenkonsum darstellen als eine Ausstiegshilfe für bisherige Raucher“, heißt es in der Studie. Prüfer-Storcks plädiert deshalb für ein Werbeverbot der E-Produkte analog zum Tabakwerbeverbot.

Laut Studie sind 86 Prozent der Jugendlichen in ihrer Freizeit täglich online – und zwar rund 4,5 Stunden lang. Am häufigsten nutzen sie dabei soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Unter den weiblichen Jugendlichen steigt der Anteil der exzessiven Nutzer, bei den Jungen ist dieser Anteil stabil. (di)

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