Direkt zum Inhaltsbereich

Qualität Bremer Kliniken jetzt vergleichbar

Im Internet einsehbarer Krankenhausspiegel gibt leicht verständlich Auskunft zur Behandlungsqualität von zunächst zehn Behandlungsverfahren.

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:
Die Kliniken des Landes Bremen veröffentlichen einen Qualitätsspiegel © Rene Grycner / fotolia.com

Die Kliniken des Landes Bremen veröffentlichen einen Qualitätsspiegel © Rene Grycner / fotolia.com

© Rene Grycner / fotolia.com

BREMEN. Die Kliniken des Landes Bremen veröffentlichen ab sofort die Qualität ihrer Behandlung im Internet. Patienten, Angehörige und Ärzte können sich so über die Ergebnisse ausgewählter Therapieverfahren in Bremen informieren. "Die Qualität der Krankenversorgung in den einzelnen Kliniken wird vergleichbar", sagte Staatsrat Dr. Hermann Schulte-Sasse bei der Vorstellung des Krankenhausspiegels. "So entsteht ein gesunder Wettbewerb um die besten Ergebnisse, die Häuser können voneinander lernen und auf Dauer noch besser werden."

Der Spiegel stellt zunächst zehn Behandlungsverfahren dar (unter anderem Brustkrebsoperationen, den Einsatz von Herzschrittmachern oder den Gelenkersatz an Hüften und Knien), die auf besonderes Interesse in der Bevölkerung stoßen, wie es hieß. Bei Hüft-OPs etwa vergleicht das Programm die Anzahl der Infektionen, die Gehfähigkeit der Patienten oder Nachblutungen nach der Op. Die unterschiedliche Qualität der Behandlungen, die in einem unabhängigen Prüfverfahren ermittelt wurden, wird mit Hilfe von Balkendiagrammen verdeutlicht und durch leicht verständliche Texte erläutert. Die Ergebnisse der einzelnen Kliniken werden mit den Ampelfarben grün, gelb und rot bewertet und mit den Resultaten auf Landes- und Bundesebene verglichen. "Dabei zeigt sich, dass die Bremer und Bremerhavener Kliniken in fast allen Behandlungsgebieten über dem Bundesdurchschnitt liegen", hieß es - aber untereinander durchaus divergieren.

"Ziel des Krankenhausspiegels ist es nicht, die beste Klinik zu ermitteln oder gar eine Rangliste aufzustellen", sagte Schute Sasse. Es gehe vielmehr um Qualitätsverbesserung. Auch der Präsident der Ärztekammer, Dr. Klaus-Dieter Wurche, selber Klinikarzt in Bremerhaven, begrüßte die Einrichtung: "Erstmals werden in Bremen die Qualitätsergebnisse für Laien verständlich aufbereitet."

www.bremer-krankenhausspiegel.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt