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Patientenwünsche

Qualitätsbewusste hier, Preisfüchse da

Bei den Ansprüchen an die medizinische Versorgung klafft die Welt der privat und gesetzlich Versicherten auseinander. Wie eine Umfrage ergab, fordern erstere vor allem Qualität, letztere wollen es billig.

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Umfrage unter Versicherten: Die Wünsche sind ganz unterschiedlich.

Umfrage unter Versicherten: Die Wünsche sind ganz unterschiedlich.

© imagebroker / imago

KÖLN (iss). Wenn es um die ärztliche Versorgung geht, haben Privatpatienten vor allem einen Wunsch: Sie wollen mehr Transparenz über die Qualität von Ärzten.

Für gesetzlich Versicherte stehen dagegen eine Reduktion der finanziellen Belastungen durch Zuzahlungen und die Praxisgebühr oben auf der Agenda.

Das hat eine Umfrage des Arztbewertungsportals Jameda ergeben. Einbezogen waren 540 Nutzer des Portals ab dem Alter von 20 Jahren. Von ihnen waren 80 Prozent gesetzlich und 20 Prozent privat versichert.

Mit einem Anteil von 60 Prozent waren auch Frauen leicht überrepräsentiert. Jameda befragt seine Nutzer einmal im Monat, jedes Mal zu einem anderen Thema.

Die aktuelle Umfrage drehte sich um die Frage: "Welche Änderungen in der ärztlichen Versorgung wünschen Sie sich für die nächsten Jahre?" Dabei hatten die Teilnehmer fünf verschiedene Antwortmöglichkeiten.

Ärztemangel? Für Versicherte kein Thema

Die gesetzlich Versicherten sprachen sich zu 27 Prozent dafür aus, dass es künftig weniger Zuzahlungen für Behandlungen und Medikamente aus eigener Tasche geben soll.

Bei den Privatversicherten waren das 14 Prozent. Bei ihnen spielt die Abschaffung der Praxisgebühr mit vier Prozent erwartungsgemäß kaum eine Rolle. Anders bei den gesetzlich Versicherten: Hier waren es 23 Prozent.

Eine höhere Transparenz über die Qualität von Ärzten halten 47 Prozent der PKV-Kunden und 21 Prozent der GKV-Kunden für wünschenswert. Dass sich Ärzte mehr Zeit für ihre Patienten nehmen, forderten 35 Prozent der Privatpatienten und 26 Prozent der gesetzlich Versicherten.

Der Ärztemangel war dagegen für beide Gruppen kein drängendes Problem. Mehr Ärzte in ihrer Region wünschten sich nur drei Prozent der gesetzlich Versicherten und ein Prozent der privat Versicherten.

"Auch auf jameda.de merken wir, dass sich gerade Privatpatienten sehr für die ärztliche Qualität interessieren und sich vorab entsprechend informieren", sagt Geschäftsführer Dr. Philipp Goos.

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