SARS-CoV-2

RKI: Infektionsgeschehen in Deutschland stabilisiert sich

In den vergangenen Wochen haben sich laut RKI eher jüngere Personen infiziert. Gleichzeitig appelliert das Institut an die Bevölkerung, bei den Corona-Maßnahmen nicht nachlässig zu werden.

Veröffentlicht: 06.09.2020, 13:58 Uhr
Der Anteil positiver Testergebnisse ist laut RKI in den vergangenen vier Wochen auf 0,74 Prozent gesunken.

Der Anteil positiver Testergebnisse ist laut RKI in den vergangenen vier Wochen auf 0,74 Prozent gesunken.

© Hendrik Schmidt / dpa / picture

Berlin. Das Corona-Infektionsgeschehen stabilisiert sich laut Robert Koch-Institut (RKI) wieder. Dennoch sei es weiterhin notwendig, dass sich die Bevölkerung im Infektionsschutz engagiere und die AHA-Regeln (Abstandhalten, Händewaschen, Mund-Nase-Bedeckung) einhalte. Auffällig sei zudem, dass sich in den letzten Wochen vermehrt jüngere Personen infiziert hätten.

Einen Hinweis auf die Entwicklung der Lage liefern die ans RKI gemeldeten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl lag am Sonntag bei 7352 (Datenstand 6.9., 0 Uhr) und damit leicht über der vom Vortag (7196). Vor einer Woche (30.8.) lag der Wert noch bei 7905. Am Sonntag davor (23.8.) hatte er sogar bei 8528, vor einem Monat (9.8.) noch bei 5271 gelegen.

Fallzahlanstieg teils durch höheres Testaufkommen bedingt

Die Zunahme beim Infektionsgeschehen in den letzten Wochen war vor allem in westlichen Bundesländern zu beobachten. „Besonders Baden-Württemberg, Berlin, Bayern, Bremen und Hamburg befinden sich auf einem zum Teil deutlich höheren Niveau als der Gesamtdurchschnitt“, so das RKI. „Auch wenn die Fallzahlen weiter abnehmen, muss die Lage weiterhin sorgfältig beobachtet werden“, heißt es.

Zumindest ein Teil des Fallzahlen-Anstiegs war auf einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Tests zurückzuführen gewesen. In der Woche vom 24. bis 30. August wurden nach RKI-Angaben vom Mittwoch gut 1,1 Millionen Tests gezählt – noch einmal knapp 50.000 mehr als in der Vorwoche. In der Woche vom 22. bis 28. Juni waren es noch weniger als eine halbe Million Tests, seither ist ihre Zahl stetig gestiegen. Der Anteil positiver Testergebnisse sank in den vergangenen vier Wochen auf 0,74 Prozent. Das RKI betont, dass die Zahl der Tests nicht der Zahl der Getesteten entspricht, da die Daten Mehrfachtestungen von Menschen enthalten können. (dpa/eb)

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Warum wollen Sie zurücktreten, Günther Jonitz?

Westfalen-Lippe

Kammer-Chef will medizinische Oberaufsicht für ÖGD

41. Hausärztetag

Hausärzte wollen mehr Qualität bei Infektbehandlung

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Abstrich auf SARS-CoV-2: Etwa 500 Infektzentren haben zu den Hochzeiten der Pandemie in Deutschland gearbeitet.

41. Hausärztetag

Hausärzte wollen mehr Qualität bei Infektbehandlung

Mammogramm: Trotz vollständiger operativer Entfernung eines DCIS ist das Risiko, langfristig an Brustkrebs zu sterben stark erhöht, - besonders hoch ist es bei jung erkrankten sowie dunkelhäutigen Frauen.

Therapiestrategie überdenken

Nach DCIS steigt brustkrebsbedingte Sterberate

Dr. Günther Jonitz

„ÄrzteTag“-Podcast

Warum wollen Sie zurücktreten, Günther Jonitz?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden