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Deutsche Krebshilfe

Rauchstopp in Corona-Zeiten noch wichtiger

COVID-19 schädigt vor allem die Lunge. Die ist bei Rauchern ohnehin beeinträchtigt. Die Krebshilfe setzt daher auf verstärkte Informationen zur Rauchentwöhnung.

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Bonn. Die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) rufen angesichts der COVID-19-Pandemie verstärkt dazu auf, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 greife insbesondere die Lunge an – und der Konsum von Tabakprodukten schädige Lungen und Bronchien. Deshalb bietet das Infonetz Krebs der Deutschen Krebshilfe jetzt umfangreiche Informationen zum Thema Tabakentwöhnung an.

So rate die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema Corona, das Rauchen zu unterlassen, heißt es in einer Mitteilung von Krebshilfe und ABNR. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zähle Raucher mittlerweile zu den Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus hätten.

„Gesunde Lunge besser gegen Atemwegsinfekte gewappnet“

„Umso wichtiger ist es jetzt, in einer Ausnahmesituation wie dieser, auch einen Rauchstopp zu thematisieren. Im Kontext der Corona-Pandemie gewinnen die seit Jahren bestehenden Empfehlungen zur Tabakentwöhnung eine noch größere Bedeutung“, sagt Professor Robert Loddenkemper, Pneumologe und ABNR-Mitglied. „Eine gesunde Lunge ist besser gegen Infekte der Atemwege gewappnet.“

Untersuchungen zeigten, dass ein Rauchstopp bereits sehr schnell positive gesundheitliche Effekte auf Puls, Blutdruck, Sauerstoffversorgung und Lungenfunktion hätten, so die Experten. Langfristig sinke nach einer Tabakentwöhnung auch die Gefahr von Lungenkrebs und weiteren Erkrankungen. „Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Mehr als 55 .000 Menschen erkranken jährlich an einem Tumor der Lunge“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Bei Männern sind neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf aktives Rauchen zurückzuführen.“ (bar)

Die Deutsche Krebshilfe bietet unter www.krebshilfe.de kostenfrei Infomaterialien zum Thema Tabakentwöhnung. Zudem berät das INFONETZ KREBS ebenfalls kostenfrei unter 0800-80708877 oder per Mail: krebshilfe@infonetz-krebs.de

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