Arzneimittelpolitik

Regierung lässt Gesundheitsrat links liegen

BERLIN (hom). Die Bundesregierung segelt bislang ohne die Expertise des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR).

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Der Bremer Gesundheitsweise Professor Gerd Glaeske sagte der "Ärzte Zeitung", der Vertrag des Sachverständigenrates sei am 30. September vergangenen Jahres ausgelaufen. Seither habe es "nicht einen einzigen Brief oder Anruf" aus dem zuständigen Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegeben.

Der Sachverständigenrat berät die Regierung seit 1985 zu Fragen der Gesundheitsversorgung. Das siebenköpfige Gremium erstellt dazu im Turnus von zwei Jahren Gutachten. Seine Mitglieder werden für vier Jahre berufen.

Das Gremium sei auch in die Gespräche zwischen BMG, Kassen und Pharmaindustrie über mögliche Einsparpotenziale im Gesundheitswesen nicht einbezogen worden, kritisierte Glaeske. Unterdessen kamen am späten Donnerstagnachmittag Vertreter der Pharmaindustrie mit Minister Rösler zusammen. Zuvor hatte es bereits Gespräche mit den Kassen gegeben (wir berichteten).

Lesen Sie dazu auch: Rösler lässt seine Gesundheitsweisen ohne Vertrag

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