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Reimann dämpft Erwartungen an TPG-Reform

BRAUNSCHWEIG (dpa). Kurz vor der Bundestagsentscheidung über die Organspende-Reform hat die Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses die Erwartungen an schnelle Erfolge der Neuregelung gedämpft.

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"Ich erwarte nicht, dass die Zahl der realisierten Organspenden rasch ansteigt", sagte die SPD-Politikerin Carola Reimann (SPD) der Donnerstagsausgabe der "Braunschweiger Zeitung".

Wenn aber mehr Menschen rechtzeitig eine Entscheidung zur Frage von Organspenden im Sterbefall träfen, bedeute dies mittelfristig eine große Entlastung für die Angehörigen, die bisher mit solchen Fragen häufig völlig überfordert seien.

Reimann: "Die Entscheidung zur Organspende gehört ins Leben, die Entscheidung durch Angehörige muss ein Ausnahmefall sein."

Der Bundestag soll am Freitag ein Gesetz über die Entscheidungslösung für Organspenden beschließen. Danach sollen alle Bürger von ihren Krankenkassen mit Informationen versorgt und zu einer Entscheidung aufgefordert werden, einen Zwang zur Festlegung gibt es aber nicht.

Reimann bezeichnete die geplante Entscheidungslösung, für die sich fraktionsübergreifend eine breite Mehrheit abzeichnet, als richtigen Ansatz, auf die Bürger zuzugehen.

"Wir haben eine große Bereitschaft der Bevölkerung zur Organspende, 75 Prozent sind in Umfragen dafür. Aber deutlich weniger, nur etwa 25 Prozent, haben einen entsprechenden Organspendeausweis."

In Deutschland stünden derzeit 12.000 Menschen auf den Wartelisten für eine Organtransplantation. "Viele sterben, bevor sie ein Spenderorgan bekommen können."

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