Schon im Einsatz

Rotes Kreuz führt Corona-Impfungen in sozialen Brennpunkten durch

Das Rote Kreuz spricht sich für aufsuchendes Impfen in sozialen Brennpunkten aus. Eine weitere Forderung: Pflegeberufe aufwerten, um den Bevölkerungsschutz zu stärken.

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Das DRK ist bundesweit am Betrieb der Impfzentren beteiligt. 3000 DRK-Kräfte sind dort im Einsatz.

Das DRK ist bundesweit am Betrieb der Impfzentren beteiligt. 3000 DRK-Kräfte sind dort im Einsatz.

© Franz Neumayr / picturedesk.com / picture alliance

Berlin. Mobile Corona-Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes sind bereits in sozialen Brennpunkten im Einsatz. Darauf hat DRK-Generalsekretär Christian Reuter bei einer Zwischenbilanz der Corona-Pandemie aus Sicht der Hilfsorganisation verwiesen.

Vor Ort präsent zu sein, sei ein guter Ansatz, Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse und Angehörige weiterer vulnerabler Gruppen zu erreichen. Insgesamt habe das DRK bundesweit 300 mobile Impfteams im Einsatz, sagte Reuter.

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Impfen in sozialen Brennpunkten sei „richtig und wichtig“, sagte auch DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt bei einer Pressekonferenz in Berlin. Das DRK begeht am kommenden Samstag seinen 100. Gründungstag.

Das DRK ist bundesweit am Betrieb der Impfzentren beteiligt. 3000 DRK-Kräfte sind dort im Einsatz. Darüber hinaus unterhalte das DRK aktuell 10.000 Teststationen, sagten die DRK-Vertreter.

Bevölkerungsschutz stärken

Hasselfeldt sprach sich für eine Stärkung des Bevölkerungsschutzes aus. Der Beginn der Pandemie vor einem Jahr habe gezeigt, dass es an Schutzausrüstung und Hygienemitteln gefehlt habe. Mit Beteiligung des DRK würden derzeit Logistikzentren dafür aufgebaut. Insgesamt seien im Rahmen des Sofortprogramms des Bundes zehn solcher Zentren geplant, zwei seien derzeit schon konkret in Arbeit.

Die DRK-Präsidentin regte an, für den Bevölkerungsschutz ein Prozent der Bevölkerung zu Pflegeunterstützungskräften auszubilden. Die Hilfsorganisationen seien bereit, die Schulung interessierter Ehrenamtlicher zu übernehmen. Darüber gebe es Gespräche mit dem Bundesinnenministerium.

Vor allem bei Jugendlichen sei die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit hoch. Dieses Interesse solle durch mehr Taschengeld und Vorteilen beim Zugang zum Studium weiter angereizt werden.

Neuausrichtung der Pflege

Hasselfeldt forderte als Lehre aus der Pandemie eine grundsätzliche Neuausrichtung der Pflege. Dazu gehöre auch, die Pflegekräfte nicht nur als „Hiwis“ der Ärzte wahrzunehmen. Angegangen werden müssten zudem eine bessere Bezahlung in den Pflegeberufen und der Abbau von Bürokratie.

All das könne nur gemeinsam mit den Pflegekräften umgesetzt werden, nicht über ihre Köpfe hinweg, sagte Hasselfeldt. Das DRK plädiert zudem dafür, alle Schüler zwei Stunden pro Schuljahr in Erster Hilfe zu trainieren. (af)

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