Schleswig-Holstein

Runder Tisch startet Arbeit am Demenzplan

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KIEL. Schleswig-Holstein hat mit der Erarbeitung eines Demenzplans begonnen. Start war die Einrichtung eines Runden Tisches, bei dem Vertreter von Verbänden, unterschiedlichen Berufsgruppen und Parteien ihre Vorstellungen einbringen.

Handlungsbedarf sehen die Vertreter des Runden Tisches insbesondere bei der Vernetzung von Angeboten, bei der ländlichen Versorgung, bei der Unterstützung von ehrenamtlichen und professionellen Betreuern, aber auch weiterhin bei einer Enttabuisierung des Themas. Gefragt sind aus ihrer Sicht etwa Wohnmodelle im Quartier, Lotsen und Koordinierungsstellen.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) erinnerte zum Start des Runden Tisches an die Verantwortung der Gesellschaft und jedes Einzelnen, um Betroffene und Angehörige zu unterstützen.

Ziel müsse es sein, Menschen mit Demenz möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in häuslicher Umgebung zu ermöglichen. Hierzu gehöre, auf die Betroffenen angemessen zu reagieren und mit ihnen zu kommunizieren. "Wir müssen die Betroffenen ernst nehmen, auch wenn sich uns der Sinn nicht sofort erschließt", sagte Alheit.

Erstes Bundesland, das Demenzplan entwickelt

Wie berichtet hat der Schleswig-Holsteinische Landtag die Landesregierung im Norden beauftragt, als erstes Bundesland in Deutschland einen Demenzplan zu entwickeln.

Das Sozialministerium sieht darin die Voraussetzung, Versorgungslücken erkennen und Transparenz, Abstimmung und Zusammenarbeit der zahlreichen Beteiligten herstellen zu können.

Die Alzheimer-Gesellschaft des Landes hatte auf Wunsch der Landesregierung die Vorbereitungen übernommen, die Erstellung des Demenzplans wird nun ausgeschrieben. Das beauftragte Institut erhält ein Begleitgremium, das aus Vertretern des Runden Tisches gebildet wird. (di)

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