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Nutzenbewertung

Sauerstoff hilft bei der Wundheilung

Nach Analyse neun randomisierter Studien urteilt das IQWiG: Die Hyperbare Sauerstofftherapie erhöht die Chance auf einen Wundverschluss beim diabetischen Fuß.

Veröffentlicht:

KÖLN. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IGWiG) hat jetzt seinen Abschlussbericht zur Nutzenbewertung der Hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) beim diabetischen Fußsyndrom vorgelegt.

Den Bewertungsauftrag hatte der GBA im Februar 2015 erteilt. Nach Auswertung von neun Studien kommt das Institut zu dem Schluss, das die HBO einen Nutzen für den Wundverschluss hat. Im Vorbericht sprachen die Wissenschaftler des Instituts noch von einem "Beleg", jetzt nurmehr von einem "Anhaltspunkt für einen Nutzen".

Die Abwertung wird mit zwischenzeitlich weiteren, allerdings abweichenden Daten zum Endpunkt Wundverschluss begründet. Immerhin: "im HBO-Arm war die Chance auf einen Wundverschluss fast doppelt so hoch wie im Vergleichsarm", so das IQWiG wörtlich.

Für die übrigen patientenrelevanten Endpunkte habe man in den ausgewerteten Studien entweder keine Daten gefunden, oder es ließen sich keine relevanten Unterschiede zwischen einer herkömmlichen Therapie und einer Therapie feststellen, bei der ergänzend die HBO eingesetzt wurde.

Ersteres gilt den Angaben zufolge für die Zielkriterien Schmerz, Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen und Abhängigkeit von Fremdhilfe oder Pflegebedürftigkeit. Letzteres gilt für die Zielkriterien Sterblichkeit, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Dauer eines Klinikaufenthalts sowie Notwendigkeit einer Amputation. (cw)

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