Hamburg

Gesundheitswirtschaft wächst solide

Die Gesundheitswirtschaft ist einer der Jobmotoren Hamburgs. Wichtigster Treiber ist die medizinische Versorgung.

Veröffentlicht: 02.07.2019, 10:33 Uhr

HAMBURG. Die Gesundheitswirtschaft in Hamburg ist seit 2008 doppelt so schnell gewachsen wie die Wirtschaft in der Hansestadt insgesamt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde betrug das Branchenwachstum seitdem durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr.

2017 betrug die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft in Hamburg 10,7 Milliarden Euro – jeder zehnte Euro wurde damit in der Branche generiert.

Die in der Gesundheitswirtschaft tätigen Unternehmen beschäftigen insgesamt 193.400 Menschen, ein Plus von 53.000 seit 2008. Jeder sechste Arbeitsplatz in Hamburg ist inzwischen der Gesundheitsbranche zuzurechnen.

Die Daten stammen aus der kürzlich vorgelegten Studie „Untersuchung der ökonomischen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Hamburg.“

Nach Ansicht von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) unterstreichen die Ergebnisse, dass die Gesundheitswirtschaft „Wachstumsbranche und Beschäftigungsmotor“ ist, die auch auf andere Wirtschaftszweige ausstrahle.

Dieser Effekt macht laut Studie rund 3,9 Milliarden Euro aus. Prüfer-Storcks verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Anteil der öffentlichen Hand an dem Wachstum etwa durch Krankenhausinvestitionen und Förderprogramme für die Digitalisierung von Medizin und Pflege.

Größte Herausforderung: Fachkräftemangel

Bedeutendster Treiber für das Wachstum in der Branche ist laut Gesundheitsbehörde die medizinische Versorgung mit rund 5,1 Milliarden Euro und rund 122.000 Erwerbstätigen.

Für diesen Bereich nannte Prüfer-Storcks den Fachkräftemangel als größte Herausforderung. Überdurchschnittlich hohes Wachstum verzeichnet die E-Health-Branche mit durchschnittlich 5,8 Prozent jährlich.

Allerdings ist das absolute Volumen im Vergleich zur medizinischen Versorgung noch gering: 183 Millionen Euro betrug 2017 die Wertschöpfung in diesem Zweig, der rund 2000 Menschen beschäftigt.

Für Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks ist dieser Zweig dennoch bedeutsam – auch weil digitale Lösungen Effizienzgewinne und Entlastung für die Beschäftigten versprechen. Die Studie wurde von der Behörde in Auftrag gegeben. (di)

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