Corona-Impfverordnung

Spahn verordnet Preissturz für COVID-19-Impfzertifikate

Die Technik steht, das Personal ist geschult. Jetzt soll die Vergütung für das Ausstellen von Corona-Impfzertifikaten sinken.

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Statt wie bislang 18 Euro sollen nur noch sechs Euro je ausgestelltem digitalem Impfzertifikat fließen.

Statt wie bislang 18 Euro sollen nur noch sechs Euro je ausgestelltem digitalem Impfzertifikat fließen.

© Soeren Stache/dpa

Berlin. Für das Erstellen der Impfzertifikate sollen Ärzte und Apotheker künftig weniger Geld erhalten. Das geht aus einem aktuellen Entwurf für eine Änderung der Coronavirus-Impfverordnung hervor. Statt wie bislang 18 Euro sollen nur noch sechs Euro je ausgestelltem Impfzertifikat fließen, heißt es in dem Entwurf, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt.

Dies gilt auch das nachträgliche Ausstellen. Zudem soll der Anspruch auf Vergütung nur beim „unmittelbaren Kontakt“ von Ärzten und Apothekern mit dem Patienten fließen. Um Missbrauch vorzubeugen schließt der Verordnungsentwurf eine Ausstellung „im Rahmen telemedizinischer Verfahren“ aus. Die Verordnung soll am 8. Juli in Kraft treten.

32 Millionen Zertifikate ausgestellt

In Deutschland sind inzwischen mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise erstellt worden. In Impfzentren und Arztpraxen waren es 5,9 Millionen und in Apotheken 11,9 Millionen, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende mitteilte. Nachträglich per Post versandt wurden demnach mittlerweile 14,5 Millionen Zertifikate.

Der ursprüngliche Erstattungsbetrag habe den „initialen Aufwand“ der Leistungserbringer berücksichtigt, schreiben die Autoren des Entwurfs. Darunter falle die Schulung des Personals im Hinblick auf Missbrauchsverhinderung, die IT-Ausstattung sowie die Registrierung und Einrichtung der Arbeitsabläufe. Zugleich sollte ein Anreiz für eine rasche Teilnahme geschaffen werden, nicht zuletzt um EU-Anforderungen gerecht werden zu können. (af)

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