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SARS-CoV-2

Spanien will Corona-Verbreitung ergründen

Spanien testet 90 .000 Bürger, um zu schauen, wie hoch die Zahl der Corona-Infizierten tatsächlich ist. Bisher liegen nur Daten aus den Kliniken vor.

Veröffentlicht:
Spanien will mit Hilfe von Antikörpertests in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land abschätzen.

Spanien will mit Hilfe von Antikörpertests in 36 .000 Haushalten mit rund 90 .000 Bewohnern das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land abschätzen.

© Jesús Hellín/Europa Press/dpa

Madrid. Langsam verliert die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 in Spanien an Fahrt. Mit fast 211 .000 Infizierten und 23 .800 Todesopfer bleibt Spanien nach den USA dennoch das am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

Bei den Zahlen handelt es sich um in Krankenhäusern getestete Patienten. Um jedoch die wirkliche Verbreitung der Lungenkrankheit im Land zu ermitteln, startete Spanien am Montag eine groß angelegte Antikörpertestreihe in 36 .000 Haushalten. Über mehrere Wochen sollen so bis zu 90 .000 Personen getestet werden. Alle Teilnehmer werden zwei Tests unterzogen, die drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden. Die Studie findet in ganz Spanien statt und die Teilnahme ist freiwillig.

Mit den Tests kann auch der Kontakt des Virus mit Menschen nachgewiesen werden, die aufgrund geringer oder gar keiner Symptome nicht einmal wussten, dass sie überhaupt infiziert sind oder waren.

Hat die Ausgangssperre geholfen?

„Mit diesen Daten können wir besser abschätzen, wie hoch der Prozentsatz tatsächlich infizierter Personen in der Bevölkerung ist“, so Gesundheitsminister Salvador Illa. Zudem erhoffen sich Spaniens Gesundheitsbehörden von der Antikörpertestreihe auch Informationen über die Übertragung des Virus in Privathaushalten nach einer sechswöchigen Ausgangssperre.

Allerdings funktionieren die Antikörpertests nach bisherigen Erkenntnissen nicht immer absolut zuverlässig. Oftmals schlagen sie nicht nur bei SARS-CoV-2 an, sondern auch bei anderen Corona-Viren. (mame)

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