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Kommunale Kliniken

Tarifgespräche für Ärzte erneut vertagt

Auch nach der mittlerweile vierten Verhandlungsrunde liegen die Vorstellungen von Marburger Bund und kommunalen Arbeitgebern offenbar noch weit auseinander.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken sind erneut ergebnislos vertagt worden. Das teilten die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und der Marburger Bund (MB) am Dienstagabend mit. Immerhin: Bei einigen Themen wie etwa den von der Klinikärzteschaft geforderten Verbesserungen für die Bereitschaftsdienstregelungen seien jedoch erste Annäherungen erreicht worden, hieß es seitens der VKA.

So optimistisch klang die Mitteilung vom MB nicht. „Die Grenzen der Belastung mit Bereitschafts- und Rufdiensten müssen endlich gewahrt werden. Dienstpläne dürfen nicht regelhaft kurzfristig umgeworfen werden. Die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern erwarten Planungssicherheit und verbindliche Zusagen im Hinblick auf die Belastung durch Dienste außerhalb der Regelarbeitszeit“, sagte MB-Verhandlungsführer Christian Twardy.

VKA: Intensive Gespräche über Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst

An beiden Verhandlungstagen sei intensiv über Rufbereitschaften und Bereitschaftsdienste gesprochen worden. Bei allen denkbaren Modellen sei für die VKA aber wichtig, dass die erforderliche Flexibilität auch für kleine Häuser und Abteilungen bestehen bleibe, kommentierte VKA-Verhandlungsführer Wolfgang Heyl das Ende der vierten Tarifrunde.

Der Marburger Bund fordert in der aktuellen Tarifrunde unter anderem: 5,5 Prozent mehr Gehalt mit einer Laufzeit von einem Jahr, eine Obergrenze von vier Bereitschaftsdiensten pro Monat, Dienst oder Rufbereitschaft an maximal zwei Wochenenden pro Monat – andernfalls 20 Prozent mehr Gehalt für jeden zusätzlichen Dienst, höchstens zwölf Rufbereitschaften im Monat, 25 Prozent Zuschlag für Bereitschafts- und Rufdienste. (chb)

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