Haltbarkeit

Tausende Impfstoffdosen in Niedersachsen vernichtet

Lange Zeit waren die Corona-Impfstoffe Mangelware, inzwischen gibt es aber zahlreiche Angebote in Niedersachsen. Das Interesse hat stark nachgelassen – doch ewig lässt sich der Impfstoff nicht lagern.

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In Niedersachsen mussten nicht genutzte Impfdosen vernichtet werden (Symbolbild).

In Niedersachsen mussten nicht genutzte Impfdosen vernichtet werden (Symbolbild).

© Pierre Teyssot / MAXPPP / picture alliance

Hannover. Tausende Corona-Impfstoffdosen sind in den vergangenen Wochen in Niedersachsen wegen zu geringer Nachfrage und abgelaufener Haltbarkeit vernichtet worden. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben, an der sich insgesamt 30 Landkreise und kreisfreie Städte beteiligt haben. Nur sechs der Kommunen gaben an, dass sie bisher noch keinen Impfstoff beseitigen mussten.

Im Landkreis Lüneburg mussten etwa nach Angaben einer Sprecherin im Januar insgesamt 5000 Dosen vernichtet werden. Der Landkreis Osterholz spricht von 3600 Dosen. Die Stadt Osnabrück berichtete etwa von 100 Fläschchen Moderna, die entsorgt werden mussten, was bis zu 2000 Dosen für Auffrischungsimpfungen entspreche. Mehrere Kommunen gaben an, dass vereinzelt Impfstoff entsorgt werden musste, nannten aber keine konkreten Zahlen.

Die Zahl der täglichen Corona-Schutzimpfungen ist in Niedersachsen in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Am vergangenen Donnerstag waren es beispielsweise rund 29.000, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte. Im Dezember wurden im Bundesland mitunter mehr als 100.000 Impfungen pro Tag verabreicht.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) haben bislang rund 58 Prozent der Menschen im Bundesland eine dritte Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Rund 75 Prozent sind den Angaben zufolge zweifach geimpft, etwa 78 Prozent einmal. (dpa/lni)

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