Kommentar

Vorsorge braucht Zeit und Geld

Von Ingeborg Bördlein Veröffentlicht: 26.09.2011, 17:36 Uhr

An Informationen zu gesundheitsgerechtem Verhalten und Krankheitsvorsorge mangelt es hierzulande nicht. Doch die Botschaft kommt nur unzureichend an.

Das zeigt die geringe Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen wie dem Gesundheits-Check-up ab 35 oder der Krebsvorsorge.

In der Metropolregion Rhein-Neckar will man den Bürgern nun einen Vorsorgefahrplan als Leitfaden für ihre persönliche Vorsorge anbieten - zunächst über das Internet.

Der Initiative ist Erfolg bei ihrem ehrgeizigen Vorhaben zu wünschen. Die Frage ist freilich, ob die Bürger mit einem weiteren Internetportal erreicht werden können.

Ein Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens, der über den Nutzen von Prävention und Früherkennungsmaßnahmen aufklärt und dabei die persönliche Risikokonstellation seiner Patienten im Blick hat, könnte hier sicher mehr bewirken.

Doch dazu braucht es Zeit und die wird den Ärzten für eine Vorsorgeberatung nicht entsprechend honoriert.

Die Präventivmedizin ist derzeit ein gerne gebrauchter Begriff, an den Universitäten entstehen erste Forschungsabteilungen, aber an der medizinischen Basis ist sie noch nicht angekommen.

Lesen Sie dazu auch: Fahrplan zur Vorsorge in Rhein-Neckar

Mehr zum Thema

Haushalt 2021

24 Milliarden Euro für 2021 in Spahns Haushalt

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Blick in den Hörsaal: Die Landesregierung Baden-Württemberg bringt die Landarztquote für 75 Medizinstudienplätze auf den Weg.

Gesetzentwurf in Baden-Württemberg

Landarztquote: Wer aussteigt, zahlt 250.000 Euro