Direkt zum Inhaltsbereich

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie organisieren Sie die HPV-Impfung, Dr. Hösemann?

Bei den HPV-Impfquoten hinkt Deutschland vielen anderen Ländern hinterher. Am SIKO-Mitglied Cornelia Hösemann liegt das sicherlich nicht. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert die Frauenärztin aus Sachsen, wie sie ihre Patientinnen anspricht und wen sie am liebsten gleich mitimpft.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Podigee Um mit Inhalten aus Podigee und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Dr. Cornelia Hösemann, niedergelassene Gynäkologin in Großpösna bei Leipzig in Sachsen, ist HPV-Impfärztin der ersten Stunde und hat auch noch den Nobelpreisträger und „Erfinder“ der Impfung, Professor Harald zur Hausen, kennengelernt.

Das Mitglied im Beirat der Sächsischen Impfkommission (SIKO) impft fast täglich Patientinnen – und häufig auch gleich deren Partner – gegen HPV, um die Verbreitung des Zervix-Karzinoms und anderer Krebsarten, die mit HPV assoziiert sind, einzudämmen.

Wie sie dabei ihre Patientinnen anspricht, wie sie auch Frauen mit Kindern kurz vor dem Eintritt ins Jugendalter nach dem Impfstatus ihrer Zöglinge fragt und welche Erfolge sie mit Schulimpfungen erzielt, das erläutert Hösemann im „ÄrzteTag“-Podcast. Sie gehört seit Kurzem auch zum Experten-Team der Hotline Impfen der Ärzte Zeitung.

Hösemann fordert einheitliche Impfhonorare für ganz Deutschland

Ganz wichtig ist der Gynäkologin, dass auch Jungen geimpft werden – so wie es auch die Vision von Professor zur Hausen gewesen sei. Das habe die SIKO auch deutlich früher für Sachsen umgesetzt als die Ständige Impfkommission für den Rest der Republik, erwähnt sie nebenbei.

Im Gespräch erläutert Hösemann, warum sie meint, dass jeder Arzt impfen sollte und auch aufklären sollte – und warum die HPV-Impfung nicht nur einigen Fachgruppen „gehört“. Auch das Thema unterschiedliche Honorierung der HPV-Impfung spricht Hösemann an – und fordert einheitliche Impfhonorare für ganz Deutschland.

Lesen sie auch

Ihre Erfahrungen mit der Impfung in den vergangenen fast 20 Jahren seien durchgängig gut gewesen, sie habe keine schweren Impfkomplikationen erlebt, berichtet Hösemann. Ärzteschaft und Elternschaft hätten es jetzt in der Hand, die Durchimpfungsraten voranzubringen, etwa durch aufsuchendes Impfen – in möglichst jungen Alter, weil dann nur zwei Impfungen erforderlich seien.

Auch das Thema Erwachsenen-Impfung, die von immer mehr Krankenkassen, teilweise als Satzungsleistung, übernommen wird, schneidet Hösemann im Gespräch an – und welche Besonderheiten hier in der Aufklärung zu beachten sind. Nicht zuletzt erläutert sie, warum Impfen für Ärztinnen und Ärzte immer auch Beziehungsarbeit ist. (Länge: 38:28 Minuten)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie