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SARS-CoV-2-Impfquoten

Weitere Umfragen sollen Erfassung des Corona-Impffortschritts ergänzen

Nach Hinweisen, dass womöglich mehr Menschen eine erste COVID-19-Impfung erhalten haben als im offiziellen Meldesystem ausgewiesen, plant das RKI neue Erhebungen.

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Wie viele Menschen sind in Deutschland tatsächlich gegen Corona geimpft? Das RKI will es jetzt genauer wissen.

Wie viele Menschen sind in Deutschland tatsächlich gegen Corona geimpft? Das RKI will es jetzt genauer wissen.

© Annette Riedl/dpa

Berlin. Um den Fortgang der Impfkampagne in Deutschland besser beurteilen zu können, sind beim Robert Koch-Institut weitere Umfragen geplant. Unter anderem sollen im frühen Herbst etwa 3000 Menschen zu Impfbereitschaft und Akzeptanz befragt werden, teilte das Institut auf Anfrage mit. Die Ergebnisse der vorerst letzten vergleichbaren Umfrage mit rund 1000 Teilnehmern, deren Ergebnisse am Dienstag vorgestellt wurden, hatten darauf hingewiesen, dass womöglich schon mehr Menschen eine erste Impfung erhalten haben als im offiziellen Meldesystem, dem Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM), verzeichnet sind.

Wichtig sei, dass die Untererfassung im Digitalen Impfquoten-Monitoring für die Erstimpfungen angenommen wird und nicht für die vollständigen Impfungen, so das RKI. Untererfassungen seien in Meldesystemen generell nicht unüblich. Das RKI gehe davon aus, dass die Impfquoten das Geschehen sehr zuverlässig abbilden.

Mehrsprachige Befragung

Des Weiteren sei derzeit eine ergänzende mehrsprachige Befragung in Vorbereitung, die die häufigsten Fremdsprachen abdecken soll, teilte das RKI weiter mit. Damit sollen auch Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, die an einer deutschsprachigen Befragung aufgrund ihrer Sprachkenntnisse nicht teilnehmen können.

Das DIM speist sich aus Meldungen von Impfzentren, Krankenhäusern, mobilen Impfteams und mittlerweile auch Betriebsmedizinern, laut RKI fließen zudem Daten der niedergelassenen Ärzte und Privatärzte ein. Zusammen sind sie Grundlage für das sogenannte Impfdashboard, in dem werktäglich aktualisiert die Impfquoten abrufbar sind. Daneben gibt es noch eine weitere RKI-Erhebung namens Covimo, für die Impfquoten anhand von Befragungen hochgerechnet werden.

Diskrepanzen zur Covimo-Erhebung

In der jüngsten Covimo-Erhebung fiel die Quote der mindestens einmal Geimpften höher aus, besonders in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen: Während in der Befragung 79 Prozent angaben, geimpft zu sein, waren es laut Meldesystem 59 Prozent. Als Erklärung führten die Experten mehrere mögliche Gründe an.

Unter anderem wird ein Teil der Impfungen mit Johnson&Johnson, bei denen nur eine Dosis für den vollen Schutz vorgesehen ist, nur als Zweitimpfung erfasst. Außerdem meldeten bisher nur etwa die Hälfte der beim Meldesystem registrierten Betriebsärzte Impfungen über die Webanwendung. (dpa)

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