Altenpflege

Westerfellhaus: Pflegekräfte-Mangel lässt sich nur mit anständigen Löhnen bekämpfen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, verteidigt die Tarifpflicht für Heime und Pflegedienste. Die privaten Arbeitgeber handelten unredlich.

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Berlin. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Regelungen zur Tarifpflicht in der Altenpflege gegen Kritik verteidigt.

„Dem Pflegekräftemangel kann man nur mit anständigen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen beikommen“, sagte Westerfellhaus am Dienstag. Wer das angesichts der der Coronavirus-Pandemie noch immer nicht verstanden habe, „dem ist wirklich nicht mehr zu helfen“.

Westerfellhaus kritisierte in diesem Zusammenhang die Haltung der privaten Arbeitgeberverbände. Dass ausgerechnet sie die Verfassungsbeschwerde von Pflegeunternehmen gegen die Tarifpflicht unterstützten, könne nur eines bedeuten: „Gewinne wurden bislang ganz offensichtlich zulasten der Löhne gemacht.“ Jetzt, wo genauer hingesehen werden solle, werde geklagt.

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„Durchsichtiges Manöver“

Westerfellhaus sprach von einem durchsichtigen Manöver. Die Arbeitgeber sollten stattdessen Verantwortung für den Fachkräftemangel übernehmen und Pflegekräfte „ordentlich“ bezahlen.

Ab September 2022 dürfen Altenheime und Pflegedienste nur noch mit den Pflegekassen abrechnen, wenn sie einen Tarifvertrag abgeschlossen haben oder sich mit der Bezahlung ihrer Pflege- und Betreuungskräfte an einen selbst zu wählenden Tarifvertrag anlehnen. Mehrere Pflegeunternehmen haben dagegen Verfassungsbeschwerde eingereicht. (hom)

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