Direkt zum Inhaltsbereich

Versorgungslücke

Wohin, wenn der Pädiater passé ist?

HAMBURG (ras). Transitionsprogramme, die den Übergang Jugendlicher ins Erwachsenenalter sicherstellen sollen, sind in Deutschland noch die Ausnahme.

Veröffentlicht:

Aufgrund des medizinischen Fortschrittes bestehe großer Handlungsbedarf, sagte Dr. Christian Fricke, Tagungspräsident der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) in Hamburg.

So erreichten inzwischen Menschen mit Down-Syndrom oder anderen geistigen Behinderungen mitunter das 60. Lebensjahr. Sie müssten daher den größten Teil ihres Lebens medizinisch von Nicht-Pädiatern versorgt werden.

Professor Harald Kämmerer aus München wies darauf hin, dass in Deutschland bereits mehr Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (180.000) leben als Kinder und Jugendliche (120.000) mit dieser Erkrankung.

Das Versorgungssystem sei darauf noch nicht eingestellt, monierte Kämmerer. Zwar gebe es für die Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern bereits zwölf überregionale Zentren.

Nicht alle würden aber die gesamte Palette an Hochleistungsmedizin vorhalten. Denn dies setze die "Verzahnung der gesamten Medizin inklusive Genetik" voraus.

Professor Martin Reincke aus München forderte die Entwicklung indikationsübergreifender Transitionsmodelle, die bundesweit etabliert und finanziert werden. Bisher seien die Konzepte rein krankheitsbezogen sowie personen- und standortabhängig.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können

Lesetipps
Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht