Zu viel AOK: IKK Südwest lässt Kassenfusion platzen

Aus für die Gesundheitskasse Südwest: Die Fusion der AOKen Rheinland-Pfalz und Saarland mit der IKK Südwest ist geplatzt. Nach Differenzen stellte die Innungskrankenkasse die Ampel auf Rot.

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Die Ampel ist auf Rot gesprungen: Es wird keine Fusion der AOK Rheinland-Pfalz mit der AOK Saarland und der IKK Südwest geben.

Die Ampel ist auf Rot gesprungen: Es wird keine Fusion der AOK Rheinland-Pfalz mit der AOK Saarland und der IKK Südwest geben.

© Gabi S. / panthermedia.net

NEU-ISENBURG (chb). Lange gab es Gerüchte und jetzt ist es tatsächlich passiert: Die Fusion der rheinland-pfälzischen und der saarländischen AOK mit der IKK Südwest zur Gesundheitskasse Südwest ist geplatzt. Die Innungskrankenkasse ist aus der Fusion ausgestiegen.

Hauptgrund ist nach Aussage der AOK, dass sich die IKK in dem künftigen Außenauftritt der neuen Kasse nicht angemessen wiedergefunden hat.

Außenpräsentation dürfe nicht vom Marktauftritt der AOK-Gemeinschaft abweichen

Nachvollziehbar ist das aus Sicht der Innungskrankenkasse, denn der AOK Bundesverband hatte bereits Anfang Juli in einem Brief an die beiden Vorstände der Kassen in Mainz und Saarbrücken darauf gedrungen, dass die Außenpräsentation der neuen Kasse nicht signifikant vom Marktauftritt der AOK-Gemeinschaft abweichen dürfe.

Denn schließlich gehöre die künftige Gesundheitskasse dem AOK Bundesverband an.

Der Verwaltungsrat der IKK Südwest hatte dagegen einen Beschluss gefasst, nachdem im Logo der Fusionskasse kein eindeutiger Hinweis erkennbar sein dürfe, dass es sich um eine AOK handele.

Erst verschoben

Kurz nachdem der Brief des AOK Bundesverbands an die Öffentlichkeit gelangt war, wurde die zum 1. Oktober geplante Fusion vom aufsichtsführenden rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium auf den 1. Januar 2012 verschoben.

Ministerium und der rheinland-pfälzische AOK-Chef Walter Bockemühl hatten noch am 24. August auf Nachfrage übereinstimmend erklärt, die Verschiebung habe nur organisatorische Gründe.

Die neue Kasse hätte 1,4 Millionen Versicherte gehabt.

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