Niedersachsen

vdek-Chef fordert Disziplin bei Arzneiverordnung

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HANNOVER. Niedersachsens vdek-Chef, Jörg Niemann, hat die Ärzte des Landes zu besserem Arzneimittelmanagement aufgefordert. Der Grund: Die Krankenkassen in Niedersachsen haben im Jahr 2013 "deutlich mehr Geld für Arzneimittel" ausgegeben als 2012, so der Verband der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen.

Der entsprechende Betrag lag nach jetzt vorliegenden Zahlen der Apothekenrechenzentren am Stichtag 31. Oktober bei fast 2,3 Milliarden Euro und damit rund 100 Millionen Euro oder 4,77 Prozent über dem des Vergleichszeitraums im Vorjahr, hieß es.

Der Zuwachs übersteige den Bundesschnitt um mehr als einen Prozentpunkt. "Diese Abweichung gegenüber anderen Ländern ist medizinisch nicht erklärbar und kostet die Beitragszahler in Niedersachsen 20 Millionen Euro", kritisierte Niemann. "Damit setzt sich der negative Trend der Vorjahre in Niedersachsen fort."

Selbstverständlich müsse jeder Patient das Medikament bekommen, das er benötige. Aber "nicht in jedem Fall ist eine Verordnung notwendig und sinnvoll", so Niemann. So würden etwa Antibiotika immer noch bei Virus-Infektionen eingesetzt mit er Gefahr von Resistenzbildungen. (cben)

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