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150 Millionen Euro für Protonentherapie tragen Früchte

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MÜNCHEN (sto). Als erstes und bislang einziges Zentrum für die Protonentherapie bei Krebserkrankungen hat in München vor einem Jahr das Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) seinen Betrieb aufgenommen.

In den vergangenen zwölf Monaten seien mehr als 270 Krebspatienten behandelt worden oder befinden sich noch in Behandlung, berichtete PD Dr. Hans Rinecker, Gründer des RPTC, vor der Presse in einem Rückblick auf das erste Betriebsjahr. Bei den Patienten, die aus 20 Nationen nach München kamen, seien mehr als 75 verschiedene Krebsarten und -lokalisationen bestrahlt worden.

Im Laufe des Jahres sollen die Behandlungskapazitäten mit der Inbetriebnahme von zwei weiteren Therapieplätzen sowie eines Therapieplatzes zur Bestrahlung von Augen- und Kopftumoren schrittweise erweitert werden. Ziel sei es, künftig bis zu 4000 Patienten pro Jahr zu behandeln, berichtete Rinecker.

Im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie sei bei der Protonentherapie die Strahlenbelastung des gesunden Gewebes etwa drei- bis fünfmal geringer, da die Protonen dreidimensional und millimetergenau auf den Tumor ausgerichtet werden, erläuterte Rinecker. Bei einer deutlich höheren Einzeldosis pro Sitzung reduziere sich insgesamt die Zahl der Bestrahlungen.

Von den bisher behandelten Patienten waren nach Rineckers Angaben etwa zwei Drittel bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, die mit dem RPTC entweder einen Vertrag abgeschlossen hat oder die Behandlung im Einzelfall genehmigte. Führend sei die AOK Bayern gewesen, die als erste einen Vertrag abgeschlossen habe, betonte Rinecker. Bei der Mehrheit der Patienten erfolge die Behandlung ambulant. Jede Sitzung dauert zwischen ein und zwei Minuten.

Für den Bau und die Ausstattung des Protonentherapiezentrums wurden 150 Millionen Euro investiert. Ein zweites Zentrum befindet sich derzeit in Köln im Bau, ein Drittes ist in Leipzig geplant.

Nur für Fachkreise: Strahlentherapeutin sieht ein großes Potenzial bei der Protonentherapie

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