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Medizinischer Fortschritt

2025 voraussichtlich erste Schweineherz-Transplantation in München

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München. Münchner Herzchirurgen rechnen mit der Möglichkeit zu einer ersten Schweineherz-Transplantion an einem Menschen am Uniklinikum Großhadern in maximal zwei Jahren. „Wir sind in der Endphase“, sagte der Herzchirurg Bruno Reichart, Mitglied des Forschungsteams, der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir haben alles ausprobiert - bis auf die eigenen Schweine“, erklärte Reichart. Dazu seien kleine Tiere aus Neuseeland genmodifiziert worden. „Aber es fehlt noch ein wichtiger Baustein, daran wird gearbeitet.“ Die Tiere werden nur 70 bis 90 Kilogramm schwer. Andernfalls würde das Herz zu groß für einen Menschen.

Schon erfolgreich mit Pavianen experimentiert

Nach der Modifikation müsse es zunächst Versuche mit Pavianen geben, sagte Reichart, der sich seit Jahrzehnten mit der Xenotransplantation befasst und am Mittwoch (18. Januar) 80 Jahre alt wird. Ein Jahr sollten die Affen überleben, ehe eine Pilotstudie an Menschen starte. Derzeit kümmere sich das Team um die Zulassung beim Paul-Ehrlich-Institut.

Vor einem Jahr hatten Chirurgen in Maryland in den USA die weltweit erste Transplantation eines Schweineherzens auf einen Menschen unternommen. Dass der Patient angesichts seiner Vorerkrankungen danach überhaupt zwei Monate überlebt habe, sei ein gutes Ergebnis, so Reichart.

Reichart, die Herzchirurgen Christian Hagl und Paolo Brenner sowie der Tiermediziner Eckhard Wolf vom Gene Center der LMU gehören zu den weltweit führenden Teams bei der Forschung mit Spenderorganen von Tieren. Vor sieben Jahren hatten sie erfolgreiche Versuche mit Pavianen begonnen, die drei bis sechs Monate bei guter Gesundheit überlebten, ehe sie getötet wurden.

Vor dem ersten Eingriff an einem Menschen soll alles passen. „Ich habe schon den Anspruch, dass es besser läuft als in Maryland vor einem Jahr“, versichert Reichart. Zwar operiere er nicht mehr selbst. „Dabei sein möchte ich aber schon.“ (dpa)

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