KV-Chef

Ärzte werden zu Klagen gedrängt

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HAMBURG. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg stellt man fest, dass zunehmend häufiger Mitglieder gegen die eigene Körperschaft klagen. Das gelte auch für Bagatellfragen, wie KV-Chef Walter Plassmann anlässlich der jüngsten KV-Vertreterversammlung berichtete.

Den Grund für die Streitfreudigkeit sieht er vor allem in der steigenden Anzahl von Anwaltskanzleien, die sich auf Medizinrecht spezialisiert haben. Insbesondere in Hamburg habe deren Marktpräsenz nach Einschätzung des KV-Chefs in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Plassmann sprach von einem "unsinnigen Trommelfeuer" an Klagen, da die KV nach seinen Angaben zu 90 Prozent Recht erhalte. "Das bringt nichts, das kostet nur Ihr Geld", verdeutlichte Plassmann unter Verweis auf die Kosten für die Anwälte, aber auch auf die Arbeitsbelastung der KV-Verwaltung. Er berichtete außerdem von Ärzten, die in der KV anrufen, weil sie sich von Anwälten zu einer Klage gegen die Körperschaft gedrängt fühlten. Häufig gäben die Ärzte diesem Drängen nach, ohne die Klage selbst angestrebt zu haben, will Plassmann beobachtet haben. (di)

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