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Arbeitslosenzahl könnte fünf Millionen erreichen

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BERLIN (dpa). Die tiefste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik wird die Zahl der Arbeitslosen nach Berechnungen von Experten bis Ende 2010 auf knapp fünf Millionen hochschnellen lassen. Ende 2009 werde wahrscheinlich die Marke von vier Millionen überschritten, erklärten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Donnerstag bei der Veröffentlichung ihres Frühjahrsgutachtens.

Das gemeinschaftliche Gutachten wird im Auftrag der Bundesregierung erstellt. Demnach durchläuft die Bundesrepublik derzeit die tiefste Wirtschaftskrise seit ihrer Gründung vor 60 Jahren. 2009 sei mit einem Einbruch von 6,0 Prozent zu rechnen. Der konjunkturelle Abwärtstrend hält nach Einschätzung der Institute wahrscheinlich bis in den Winter 2009/2010 an.

Zwar schwäche sich die negative Entwicklung in den kommenden Monaten ab. Deutliche Hinweise auf ein Ende des konjunkturellen Einbruchs gebe es aber noch nicht. Die Lage werde sich wahrscheinlich nicht vor Mitte 2010 stabilisieren. Für das kommende Jahr rechnen die Experten mit einem Minus von 0,5 Prozent. Der wirtschaftliche Einbruch in diesem Jahr dürfte nach Einschätzung der Experten dazu führen, dass sich der Abbau von Beschäftigten beschleunigt. Die Kurzarbeit federe die Entwicklung zunächst ab; im Verlauf des Jahres rechnen die Institute mit 1,3 Millionen Kurzarbeitern.

Wenn die Aufträge jedoch ausblieben, seien die Unternehmen gezwungen, sich von Mitarbeitern zu trennen. Die Arbeitslosigkeit schnelle dann voraussichtlich hoch und überschreite im Herbst die Marke von vier Millionen. Die Folgen werden lange dauern und wehtun, hieß es unter den Experten.

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