Praxisführung

Arbeitslosenzahl sinkt auf unter 2,8 Millionen

NÜRNBERG (dpa). Nach dem Ende der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im September um 149.000 auf 2,796 Millionen gesunken. Das waren 231.000 Menschen weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent zurück. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 7,2 Prozent gelegen.

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BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise betonte die gute Lage im September: "Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter, die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch."

Grund für die Entwicklung sei laut BA vor allem der Konjunkturaufschwung, der zu einer Zunahme der Stellen geführt hat und damit den Betroffenen größere Chancen auf einen Arbeitsplatz bietet.

"Chancen deutlich gestiegen"

"Zudem sind diese Chancen in den letzten Jahren durch den Strukturwandel und die Reformen am Arbeitsmarkt deutlich gestiegen", erläuterte die BA. Vor zehn Jahren hätten bei einer gleich guten Konjunktur deutlich weniger Menschen eine Stelle gefunden.

2011 hingegen stieg die Erwerbstätigkeit binnen Jahresfrist um 515.000 auf 41,20 Millionen (jüngste Daten vom August).

305.000 neue Stellen als Teilzeitjobs

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte bis zum Juli um 672.000 auf 28,36 Millionen zu - und zwar in allen Bundesländern und in der großen Mehrzahl der Branchen. 305.000 der neuen Stellen waren allerdings Teilzeitjobs.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag auch im September weiter auf hohem Niveau. 501.000 offene Stellen waren gemeldet, 104.000 mehr als im Vorjahresmonat.

Vor allem in der Zeitarbeit, dem Groß- und Einzelhandel, der Bauvorbereitung, dem Gastgewerbe sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen wurden Mitarbeiter gesucht.

Im Westen 18.000 Erwerbslose weniger

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl im September um 26.000 auf 2,922 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 18.000 ab, im Osten ging sie um 8000 zurück.

Auch die Unterbeschäftigung ging zurück. 3,935 Millionen Menschen in Deutschland konnten nicht so viel arbeiten, wie sie gerne wollten; vor einem Jahr waren es noch 509.000 mehr gewesen.

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