Kliniken

Arbeitsplätze auf dem Land häufig attraktiver als in der Stadt

Wer gute Arbeitsbedingungen und Karrierechancen in einer Klinik oder Pflegeeinrichtung sucht, der wird laut einer Studie eher auf dem Land als in der Stadt fündig.

Von Anke ThomasAnke Thomas Veröffentlicht:
Die Jobangebote in Kliniken, Pflege- oder anderen Gesundheitseinrichtungen sind auf dem Land oft überzeugender.

Die Jobangebote in Kliniken, Pflege- oder anderen Gesundheitseinrichtungen sind auf dem Land oft überzeugender.

© BillionPhotos.com / stock.adobe.

HAMBURG. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit den besten Karrierechancen in Deutschland liegen mehrheitlich auf dem Land und nicht in einer Großstadt.

Das hat eine Studie des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von Focus und Focus Money ergeben.

Für die Untersuchungen schauten sich die Forscher die beruflichen Entwicklungschancen in den nach Mitarbeiteranzahl größten 1500 Krankenhäusern und 650 Pflege-/Gesundheitsunternehmen an.

Untersucht wurden Aspekte wie Bezahlung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitarbeiterförderung. Diese Kriterien wurden mittels Fragebogen erhoben.

Des Weiteren bewerteten die Forscher die Online-Reputation der Arbeitgeber hinsichtlich Arbeitsklima, Karriere und Unternehmenskultur.

Besonders verlockende Angebote

Insgesamt konnten die analysierten Häuser und Einrichtungen hierbei 100 Punkte erreichen. Wer 50 Punkte oder mehr einheimste, dessen Unternehmen darf sich mit dem Siegel: „Top-Karrierechancen“ schmücken.

Insgesamt erreichten 122 Krankenhäuser und 88 Firmen aus der Pflege- und Gesundheitsbranche das Siegel.

Unter den Krankenhäusern konnten insbesondere die öffentlichen punkten. 38 Kliniken stachen hier positiv hervor. Den Spitzenplatz erreichte das Klinikum Altenburger Land im thüringischen Altenburg, das in Stellenanzeigen Hilfe bei der Wohnungssuche und einen Betriebskindergarten verspricht.

Als beste von 23 ausgezeichneten Privatkliniken schnitt die Schön Klinik in Vogtareuth ab, die ihren Standort in der Nähe des Chiemsees hat. Ihren Angestellten bietet die Klinik unter anderem eine Vielzahl praxisnaher Fort- und Weiterbildungen, so die Forscher.

Kirchliche Einrichtungen punkten

In der Pflege- und Gesundheitsbranche punkteten vor allem Stiftungen, kirchliche Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände. 28 Betriebe wurden ausgezeichnet.

Den ersten Platz erreichte das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands aus dem schwäbischen Ebersbach. Dort stehen Mitarbeitern laut IMWF etwa interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Auch 24 Pflege- und Hilfsdienste erhielten das Top-Siegel. Mit einer Jahressonderzahlung und einem Kinderzuschlag katapultierte sich der Pflege- und Gesundheitsdienst der Diakonie aus Arnsberg im Sauerland auf den ersten Rang.

Mehr zum Thema

124. Deutscher Ärztetag

Forderung: Notfallreform nicht als Stückwerk einführen

OVG Berlin

Corona-Einschränkungen im Klinikbetrieb sind rechtens

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Das Bundesverfassungsgericht hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben in jeder Lebensphase, auch ohne Krankheit, betont. Ärzte wollen nun ein starkes Signal senden, dass der ärztlich assistierte Suizid keine ärztliche Aufgabe ist.
Update

Berufsrecht beim DÄT

Ärztetag hebt Verbot der Suizidbeihilfe auf

Die COVID-Impfung bei Schwangeren könnte sich lohnen: Allein das Frühgeburtsrisiko liegt bei SARS-CoV-2 positiv getesteten Frauen bis zu 80 Prozent höher als bei gesunden.

Elf Fachverbände einig

Frauenärzte empfehlen COVID-19-Impfung für Schwangere

Apathie, Gleichgültigkeit - kommt es plötzlich zu ungewohntem Verhalten, kann dies vielleicht auch der Beginn einer Demenz sein.

Tagung der amerikanischen Psychiatervereinigung APA

Hohes Demenzrisiko bei Patienten mit Verhaltensänderungen