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Arbeitsplatz: Nur 15 Prozent zufrieden

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BERLIN (dpa). Nur 15 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind mit ihrem Job so zufrieden, dass sie ihn als gut bezeichnen. Ein Drittel benotet ihn mit "mangelhaft". Gut die Hälfte (52 Prozent) hält ihre Arbeitsbedingungen für mittelmäßig. Das sind die Ergebnisse einer Befragung unter 4150 Beschäftigten im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die DGB-Chef Michael Sommer am Dienstag in Berlin vorstellte.

Die Befragung findet seit 2007 jährlich statt. Im Vergleich zur vorangegangenen Befragung gab es laut Sommers eine nur minimale Verbesserung bei der Bewertung. Gute Noten für den Arbeitsplatz gab es im vergangenen Jahr von zwölf Prozent der Beschäftigten.

Sommer beklagte die Zunahme von prekärer Arbeit und Leiharbeit. "Wir werden nicht eher Ruhe geben, bis wir eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt etabliert haben, die uns dem Ziel einer guten Arbeit näher bringt", sagte der DGB-Vorsitzende.

Sommer bezeichnete die Studie mit 4150 Befragten als repräsentativ. Kritisiert wurden unzureichende Einkommensbedingungen und berufliche Unsicherheit - aber auch Führungsstil und Betriebskultur lassen laut Sommer "oft zu wünschen übrig". Besonders unzufrieden äußert sich im "DGB-Index Gute Arbeit 2010" die Gruppe der befristet Beschäftigten: 39 Prozent von ihnen nennen ihre Situation belastend, die Hälfte empfindet sie als "mittelmäßig".

Sommer kritisierte, dass mehr als ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten weniger als 2000 Euro brutto im Monat verdienen. Nach den DGB-Maßstäben liegen sie damit "im prekären Bereich". Darin zeige sich die Ausbreitung von Niedriglohnjobs.

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