Deutscher Zukunftspreis

Auszeichnung für menschenähnlichen Roboter

Die Preisträger des diesjährigen Deutschen Zukunftspreises haben ein neuartiges Konzept für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter entwickelt. Es soll die Automaten zu Helfern des Menschen machen.

Veröffentlicht:
Das Gewinner-Team des Deutschen Zukunftspreises 2017 (v.l.n.r.): Sven Parusel, Prof. Dr. Sami Haddadin und Dr.Simon Haddadin.

Das Gewinner-Team des Deutschen Zukunftspreises 2017 (v.l.n.r.): Sven Parusel, Prof. Dr. Sami Haddadin und Dr.Simon Haddadin.

© Ansgar Pudenz; Deutscher Zukunftspreis

BERLIN. Erledigen solche Maschinen eines Tages die Hausarbeit oder versorgen Kranke? Für die Entwicklung lernfähiger Roboterassistenten bekommt ein Forscherteam aus Hannover und München den Deutschen Zukunftspreis 2017. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittwochabend in Berlin übergeben. Das Konzept "für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter" mache Automaten zu Helfern des Menschen, teilte das Bundespräsidialamt mit.

Solche kooperierenden Roboter könnten aus Sicht der Forscher sowohl in der Industrie wie auch im Privaten zum Einsatz kommen. Ebenso in der Pflege, was derzeit aber noch umstritten ist. Die Roboter seien für Jedermann benutzbar und bezahlbar, sagte der Sprecher des Teams am Abend, Sami Haddadin vom Institut für Regelungstechnik der Leibniz Universität Hannover. Seine ebenfalls ausgezeichneten Partner kommen vom Münchner Technologieunternehmen Franka Emika.

Das System der Preisträger zeichnet sich den Angaben zufolge unter anderem durch Sicherheit aus. Bislang seien einer engen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wegen der Verletzungsgefahr in der Regel Grenzen gesetzt. Die neue Generation der Roboter hingegen besteht aus leichteren Bauteilen, sie haben einen Tastsinn und imitieren menschliche Bewegungen. Die Automaten lernen, indem sie nachahmen und sich Abläufe merken. Ein erster Roboter nach dem neuen Konzept wird den Angaben zufolge seit diesem Sommer an Anwender aus Forschung und Industrie ausgeliefert.

Die Preisträger setzten sich gegen zwei Mitbewerber mit medizinischen Projekten durch. Forscher aus Karlsruhe stellten Hightech-Prothesen insbesondere für Kinder und Jugendliche vor. Eine Gruppe aus Bayern und Österreich war für eine Technologie nominiert, die anschauliche Bilder aus dem Inneren des Körpers liefert.

Der zum 21. Mal vergebene Zukunftspreis gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftspreise in Deutschland. Zu den Kriterien gehört neben einer innovationsstarken Forschungsleistung auch das Arbeitsplatz-Potenzial des Produktes. In der Jury sitzen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Maquet Otesus OP-Tischsystem

© Getinge Deutschland GmbH

Unternehmen im Fokus

Flexible und ökonomische OP-Tischsysteme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Getinge Deutschland GmbH, Rastatt
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zum Welttuberkulosetag

Neue S3-Leitlinie: Mehr Struktur fürs Tuberkulose-Screening

Lesetipps