Nährwertkennzeichnung

Bangen um Nutri-Score

Foodwatch hat am Dienstag anlässlich eines Runden Tisches von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Nährwertkennzeichnung mit Ländern und Verbänden an die Länder appelliert, sich weiter für den Nutri-Score einzusetzen.

Veröffentlicht: 26.06.2019, 07:38 Uhr

BERLIN. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch hat am Dienstag anlässlich eines Runden Tisches von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Nährwertkennzeichnung mit Ländern und Verbänden an die Länder appelliert, sich weiter für den bei der Verbraucherschutzministerkonferenz im Mai in Mainz mehrheitlich favorisierten Nutri-Score einzusetzen.

„Die Länder dürfen sich nicht von Frau Klöckner über den Runden Tisch ziehen lassen, sondern sollten bei ihrer klaren Position bleiben. Die Erprobung eines neuen Systems zur Nährwertkennzeichnung ist unnötig, kostet Zeit und schützt nur die Interessen der Süßwaren- und Junkfood-Industrie“, wetterte Luise Molling von foodwatch. (maw)

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler

Rote Karte für BMEL, Julia Klöckner!

Wer sich wie die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Julia Klöckner, unter "BMEL - Verifizierter Account - @bmel - 3. Juni"
äußert:
"Weniger #Zucker, Fette und #Salz in Fertigprodukten – dafür setzt sich BMin @JuliaKloeckner mit der #Reduktions- und #Innovationsstrategie ein.
Dass dies geht, zeigt @NestleGermany, die die Strategie unterstützen. Sie haben 10% der Inhalte reduziert; weitere 5% sollen folgen"
https://twitter.com/bmel/status/1135815350224924672
praktiziert einen "Kuschelkurs" gegenüber einer hochtechnisierten, entfesselten Lebensmittelindustrie bzw. blamiert sich mit einem der Marktführer namens Nestle® bis auf die Knochen.

Eine echte "Reduktions- und Innovationsstrategie" ist das natürlich nicht! Denn wenn ich auf "freiwilliger" Grundlage einer Reduktions- und Innovationsstrategie den Zucker-, Fett- und Salzgehalt in Fertigprodukten um ganze 10 Prozent reduziere, müsste ich doch zugleich zugeben, 90 Prozent dieser gesundheitsgefährdenden Bestandteile in meinen Fertignahrungsmitteln ("ultraprocessed food") weiterhin belassen zu wollen.

An einer einprägsamen und wirksamen Lebensmittel-Ampel führt kein Weg vorbei!

Aber die wurde bereits von Julia Klöckners Vorgänger konterkariert: "...im Ernährungs-Report, den Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) Anfang des Monats [Januar 2017] vorgestellt hat, steht kein Wort davon. Im Gegenteil: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft teilt dem NDR auf Anfrage mit, dass "eine farblich unterlegte Kennzeichnung von Nährstoffen unwissenschaftlich und der Information der Verbraucher nicht dienlich" sei." (Zitat Ende)
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Ernaehrungsminister-uebergeht-Verbraucherwillen-,ernaehrung500.html

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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