Lebensmittelkennung

Grüne Watsche für Modell des Rubner-Instituts

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MAINZ. Das im Auftrag von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) vom Max-Rubner-Institut (MRI) erarbeitete, neue Modell zur Lebensmittelkennzeichnung ist zumindest bei der Vorsitzenden der derzeit in Mainz tagenden Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK), der rheinland-pfälzischen Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) durchgefallen.

„Das neue Modell zur Nährwertkennzeichnung der Bundesregierung stiftet mehr Verwirrung als Klarheit und ist daher nicht akzeptabel. Hier werden die Ziele des Ernährungsindustrie-Verbandes verfolgt, eine einfache Bewertung von Lebensmitteln zum Schutz der Gesundheit möglichst zu verhindern.

Das neue Modell ist kompliziert und nur für denjenigen verständlich, der das Kleingedruckte liest“, sagte Spiegel am Donnerstag bei der VSMK.

Genau eine solche Verbraucherverwirrung solle aber vermieden werden – mit einer farblichen Nährwertkennzeichnung nach dem Vorbild des aus Frankreich stammenden Nutri-Score, der Kunden auf einen Blick eine gute Einkaufsentscheidung an der Supermarktkasse ermögliche, so Spiegel.

Wie berichtet, bringt Spiegel zusammen mit ihrem Parteifreund, dem Berliner Verbraucherschutzsenator Dr. Dirk Behrendt, einen Antrag ein, der – im Falle der Annahme durch die VSMK – die Bundesregierung unter anderem zur gesetzlichen Einführung einer farblichen Nährwertkennzeichnungspflicht mit Angaben für 100 Gramm bzw. Milliliter, um Bewertung und Vergleichbarkeit für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewährleisten, verpflichten will.

Erarbeitet hatte den Vorschlag die rheinland-pfälzische Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Grüne). Klöckner will die Verbraucher im Sommer über das beste aus fünf Kennzeichnungssystemen abstimmen lassen. (maw)

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Kommentare
Prof. Dr. Hermann Liebermeister 24.05.201909:29 Uhr

Ampel notwendig

Die offiziellen Vorschläge sind zu sehr auf Ernährungsfachleute orientiert und verfehlen völlig ihren Zweck, gerade den besonders betroffenen unterprivilegierten Sozialschichten zu helfen, die sie nicht verstehen können. Trotz aller erforderlichen Vergröberungen und Kompromisse bei der Ampelgestaltung sollten wir uns an unseren europäischen Nachbarn ein Beispiel nehmen und uns weniger an die Wünsche der DLG und der Lebensmittelindustrie halten.
Das wäre dann ein kleiner, aber notwendiger Schritt bei der Verhältnis-Prävention durch Schaffung von Schlankheits-fördernden Umweltbedingungen.

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