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Betriebsärzte rühren die Werbetrommel

KARLSRUHE(maw). Der Arbeitsmedizin droht ein Nachwuchsmangel. Dem will der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) nun mit einer Kampagne begegnen, die die Attraktivität des Berufs herausstellen soll.

Veröffentlicht:

Unter dem Titel Docs@work wirbt der VDBW um Nachwuchs-Betriebsärzte. Bis zum 10. September können sich interessierte Mediziner um ein zweitägiges arbeitsmedizinisches Praktikum in einem Hamburger Unternehmen bewerben.

Insgesamt acht Ärztinnen und Ärzte, die in der Vorauswahl bestehen, treten laut VDBW jeweils in Zweier-Teams an. Am 7. und 8. Oktober können die Ausgewählten unter Realbedingungen beweisen, dass sie das Zeug zum Betriebsarzt haben. Docs@work startet in vier Unternehmen in und um Hamburg, unter anderem bei Airbus Deutschland und beim Norddeutschen Rundfunk.

Mit der Kampagne will der VDBW nach eigenem Bekunden das Image des Berufes aufmöbeln. VDBW-Präsident Dr. Wolfgang Panter sieht bei der Imagepflege Handlungsbedarf: "Viele Menschen assoziieren mit dem Beruf des Betriebs- oder Werksarztes eher Eintönigkeit. Wir wollen zeigen, dass dem nicht so ist."

Die Arbeitsmedizin stelle laut Panter hohe Anforderungen an den Arzt. Es gehe im Berufsalltag nicht nur darum, darauf zu achten, dass Arbeitsplätze am Bildschirm oder am Fließband augen- oder gelenkschonend eingerichtet seien. Mediziner seien auch gefragt, wenn es sich darum drehe, die gesundheitlichen Voraussetzungen in Arbeitsprozessen zu definieren, ausgleichende Maßnahmen im Betrieb einzuführen und aktiv an Modellen mitzuwirken, erkrankte Mitarbeiter wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern.

www.vdbw.de/docsatwork

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