Kommentar

Blaupause für die Unimedizin?

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Konkurrenz zwischen Kiel und Lübeck hat Tradition. Dass sich die Hochschulen an beiden Stand orten zu einem gemeinsamen Organisationskonzept für die Unimedizin durchringen, wäre noch vor kurzem undenkbar gewesen. Als die Unimedizin in Lübeck vor dem Aus stand, verfolgte Kiel die knapp abgewendete Schließung ohne jede Solidaritätsnote.

Das Konkurrenzdenken ist an beiden Standorten noch spürbar und konnte durch die diktierte Fusion nicht überwunden werden. Stärker ist aber die Erkenntnis, dass ein Strategiewechsel überfällig war. Bei der standortindividuellen Profilbildung könnte mehr Unabhängigkeit vor Ort helfen.

Das ist keine Defusionierung, sondern eine auch vom Wissenschaftsrat geforderte Neuausrichtung. Sie wirft die Unimedizin im Norden nicht auf den Stand vor der Fusion zurück. Denn um Synergien zu nutzen, werden bestimmte Einrichtungen auch weiter gemeinsam betrieben.

Um die knappen Mittel sinnvoll einzusetzen, sind Absprachen unter einem Holdingdach vorgesehen. Bislang taugte die Strategie für die Unimedizin im Norden nicht zur Nachahmung. Dies könnte sich ändern - wenn Politiker das Konzept nicht im Landtagswahlkampf instrumentalisieren.

Lesen Sie dazu auch: Universitätsmedizin: Kiel und Lübeck schmieden neue Struktur

Mehr zum Thema

Lockdown, Maskenpflicht, 2G/3G

Kommission zieht gemischte Bilanz der Anti-Corona-Maßnahmen

Pandemiemanagement in Baden-Württemberg

Corona-Herbst: Flexibel bleiben, effizient agieren

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei einer Pneumonie können Prognosemarker helfen, Über- und Untertherapien zu vermeiden.

© Minerva Studio / stock.adobe.com

WONCA-Kongress

Drei Prognosemarker bei Pneumonie

Constanze Jäger fungiert am Städtischen Klinikum Braunschweig als Employee Happiness Managerin.

© [M] Porträt: Klinikum Braunschweig/Dennis Schulten | Martyshova / stock.adobe.com

Zufriedene Mitarbeiter

Glücksmanagerin greift im Krankenhaus unter die Arme